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Trotz Warnung aus Pjöngjang: Südkorea und USA planen reduzierte Militärübungen

© REUTERS / US Air ForceStreitkräfte von Südkorea und USA
Streitkräfte von Südkorea und USA  - SNA, 1920, 15.08.2021
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Ungeachtet der Drohungen Nordkoreas wollen die Streitkräfte von Südkorea und den USA ihre jährlichen Sommermanöver wieder abhalten. Durch diese kann aber der Wiederaufbau der längst angespannten Beziehungen zwischen den beiden Koreas beeinträchtigt werden. Südkoreas Militär kündigte jedoch eine reduzierte Übung ohne Feldtraining an.
Die Entscheidung sei auch unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie sowie der „Bemühungen um eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und der Friedensschaffung“ getroffen worden, teilte der Generalstab mit.
Unter Denuklearisierung verstehen beide Länder die Abrüstung des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms.
Die Kommandoübung soll den Angaben zufolge am Montag beginnen und neun Tage dauern. Im Mittelpunkt stünden Computersimulationen. Nur unbedingt notwendiges Personal werde daran teilnehmen. Die USA haben 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert.
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Konsequenzen seitens Nordkoreas nicht ausgeschlossen

Nordkorea hatte mit Konsequenzen für den Fall gedroht, dass die Übungen im Nachbarland stattfinden. Pjöngjang wirft den USA regelmäßig vor, ihre Manöver mit Südkorea dienten Vorbereitungen für einen Angriff. Washington und Seoul bestreiten das.
Der Vizevorsitzende des Zentralkomitees der in Nordkorea herrschenden Arbeiterpartei, Kim Yong Chol, hatte zuletzt gedroht, Südkorea werde sich einer „ernsten Sicherheitskrise“ ausgesetzt sehen.
Zuvor hatte die einflussreiche Schwester des Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, gedroht, Nordkorea werde seine Fähigkeiten zu mächtigen Präventivschlägen ausbauen. Darüber hinaus hatte sie die „gefährlichen“ Militärmanöver beider Staaten als „Vorbereitung auf einen Atomkrieg“ bezeichnet.
In den vergangenen Jahren hatten die USA und Südkorea den Umfang einiger Übungen auch aus diplomatischen Gründen bereits reduziert. Die Verhandlungen über das Atomprogramm Nordkoreas kommen seit dem gescheiterten Gipfeltreffen Kim Jong Uns mit dem damaligen US-Präsidenten, Donald Trump, im Februar 2019 in Vietnam nicht voran.
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