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Explosion von Treibstoffvorräten im Libanon – mindestens 20 Tote und 79 Verletzte

© AP Photo / STRExplosion von Treibstoffvorräten im Libanon
Explosion von Treibstoffvorräten im Libanon - SNA, 1920, 15.08.2021
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Bei einer Explosion von Treibstoffvorräten im Norden des Libanons sind mindestens 20 Menschen getötet, weitere 79 verletzt worden, wie das Rote Kreuz Libanon am Sonntag twitterte.
Die Organisation hat demnach 20 Leichen nach der Explosion eines Tanklasters in Akkar in Kliniken transportiert. Indes meldete der libanesische Sender MTV, es sei ein Treibstoffdepot am Sonntagmorgen detoniert.
Laut dem Sender kamen dabei 22 Menschen ums Leben, weitere 79 erlitten Brandverletzungen. Mehrere Menschen würden noch vermisst. Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar. Vor der Explosion hätten viele Menschen vor Ort versucht, Treibstoff zu bekommen. Der Libanon leidet derzeit unter einer schweren Versorgungskrise.
Am 4. August 2020 hatte eine starke Explosion den Raum um den Hafen von Beirut erschüttert. Damals waren mehr als 190 Menschen getötet und rund 6000 verletzt worden. Hunderte Häuser und Autos wurden zerstört oder beschädigt. Wie die Behörden damals mitteilten, waren 2750 Tonnen Ammoniaksalpeter explodiert, die im Jahr 2014 vom Zolldienst beschlagnahmt und in einem Lager deponiert worden waren.
Die Ermittler haben bis jetzt nicht alle Umstände des Falls klären und die Schuldigen ermitteln können. Die zuständigen Behörden schließen dabei nicht aus, dass die Tragödie durch eine Sprengung ausgelöst worden sei und sich nicht infolge fahrlässigen Verhaltens ereignet habe, wie die offizielle Version lautet.
Die Wirtschafs- und Finanzkrise im Libanon war im Oktober 2019 ausgebrochen. Verschärft wurde sie durch die Corona-Pandemie und die Explosionskatastrophe im Beiruter Hafen im August vorigen Jahres. Das Land zählt zu den weltweit am stärksten verschuldeten Staaten. Die Inflation liegt bei 120 Prozent, für Lebensmittel sogar noch höher. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung lebt in Armut. Die libanesische Lira hat mehr als 90 Prozent ihres Wertes verloren.
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