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WHO: Erster Ebola-Fall in der Elfenbeinküste seit 1994

© AP Photo / Matthias SchraderIntensivpatient in Mühldorf
Intensivpatient in Mühldorf - SNA, 1920, 15.08.2021
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Im westafrikanischen Staat Elfenbeinküste ist der erste Fall der lebensgefährlichen Ebola-Krankheit seit mehr als einem Vierteljahrhundert registriert worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schickte inzwischen ein Flugzeug, um dem Land bei der Beschaffung von Impfstoff zu helfen. Das meldete die WHO am Wochenende auf ihrer Twitter-Seite.
Der Patient soll aus Guinea auf dem Landweg eingereist und am 12. August in der Wirtschaftsmetropole Abidjan angekommen sein. Er sei mit Fieber in ein Krankenhaus gebracht worden und werde dort behandelt.
Dies sei der erste Ebola-Fall in der Elfenbeinküste seit 1994. Eine Ebola-Infektion führt meist zu hohem Fieber und inneren Blutungen.
„Es ist äußerst besorgniserregend, dass dieser Ausbruch in Abidjan, einer Metropole mit mehr als vier Millionen Einwohnern, gemeldet wurde“, stellte Dr. Matshidiso Moeti, Regionaldirektor der WHO für Afrika, fest. „Einen Großteil des weltweiten Fachwissens zur Bekämpfung von Ebola gibt es jedoch hier auf dem Kontinent, und die Elfenbeinküste kann diese Erfahrung nutzen und möglichst schnell reagieren.“
Die WHO twitterte weiter, es gebe keinen Hinweis darauf, dass dieser Fall mit einem früheren Ausbruch im benachbarten Guinea in Verbindung stehe. Am 19. Juni hatte Guinea mitgeteilt, Ebola-frei zu sein. Insgesamt waren hier laut WHO seit dem 14. Februar nachweislich zwölf Menschen am Ebola-Virus gestorben.
Erschwert wurde die Eindämmung des Ausbruchs durch den gleichzeitigen Kampf gegen das Coronavirus.
Die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti, twitterte, die Regierung der Elfenbeinküste werde unterstützt. In Kürze werde ein Team von WHO-Experten eintreffen, um bei der Kontaktverfolgung und Behandlung zu helfen.
Krankenversicherung (Symbolbild)  - SNA, 1920, 09.08.2021
Erster Fall in Westafrika: Marburg-Fieber in Guinea ausgebrochen – WHO
Bei einem Ausbruch in Westafrika hatten sich zwischen 2014 und 2016 in Guinea, Liberia und Sierra Leone 28.000 Menschen infiziert, mehr als 11.000 waren gestorben. Im Osten Kongos war ein Ausbruch mit etwa 2300 Toten im Juni 2020 nach fast zwei Jahren für beendet erklärt worden.
Im Februar hatte Guinea erste Ebola-Fälle seit 2016 mit drei Toten gemeldet. Insgesamt gab es damals acht Erkrankte. Das war das erste Wiederauftreten der Krankheit dort seit dem weltweit schlimmsten Ausbruch zwischen 2013 und 2016.
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