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Terroralarm in Flugzeug: Passagiere sorgen mit auffälligen Textnachrichten für Polizeieinsatz

© REUTERS / Kai PfaffenbachMaschinen der Fluggesellschaft Lufthansa im Frankfurter Flughafen
Maschinen der Fluggesellschaft Lufthansa im Frankfurter Flughafen - SNA, 1920, 15.08.2021
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Vier auffallende indische Passagiere an Bord einer Lufthansa-Maschine am Frankfurter Flughafen haben andere Fluggäste so sehr verunsichert, dass es zu einem Terroralarm gekommen ist. Der wahre Grund für das auffällige Verhalten der Inder hat sich als etwas anderes erwiesen.
Laut einer Mitteilung der Bundespolizeidirektion des Flughafens Frankfurt am Main, die am Sonntag veröffentlicht wurde, ereignete sich der Vorfall am Samstagvormittag. Das betreffende Flugzeug A 340 mit mehr als 200 Passagieren an Bord sollte von Frankfurt nach Cancun (Mexiko) starten.
An Bord befanden sich unter anderem Angaben zufolge vier Inder im Alter von 18 bis 27 Jahren, die den anderen Fluggästen und Flugbegleitern dadurch auffielen, dass sie trotz Verbots und Aufforderung ihre Mobiltelefone für Messengernachrichten auf dem Weg zum Start nutzten.
Andere Passagiere hätten die Textnachrichten abfotografiert und mit einem Internetübersetzer vom Indischen ins Französische interpretiert. Der Wortlaut der Textnachrichten habe „in Richtung Todeswunsch der vier vermutlich geschleusten Inder“ gehandelt, sodass ein vermeintlicher Verdacht entstanden sei, dass es sich um mögliche Selbstmordabsichten gehandelt haben konnte.
Wie es sich herausgestellt habe, hätten die verdächtigen Passagiere, die verteilt im Flugzeug gesessen hätten, kein Großgepäck abgegeben und nur kleines Handgepäck dabeigehabt.
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In diesem Zusammenhang sei die Bundespolizei von der Deutschen Flugsicherung alarmiert worden. Das Flugzeug sei auf dem Weg vom Gate auf dem Vorfeld zur Startbahn stehen geblieben und habe von seinem Startvorhaben zunächst abgesehen.
Das betreffende Flugzeug sei mit Hilfe von Sprengstoffspürhunden durchsucht worden, wobei jedoch „keine Besonderheiten“ festgestellt worden seien. Die vier indischen Passagiere seien festgenommen worden; einer von ihnen habe dabei Widerstand geleistet.

Gefälschte Aufenthaltstitel festgestellt

Die anschließende Vernehmung der Festgenommenen habe ergeben, dass sie offenbar mit gefälschten portugiesischen Aufenthaltstiteln in den Pässen zuerst nach Mexiko und dann in die USA weitergeschleust werden sollten. Einer der jungen Leute habe zudem ein entsprechendes Geständnis abgelegt.
Gegen einen der Festgenommenen leitete die Bundespolizei nach eigenen Angaben ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein. Gegen alle vier Männer sei ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden, wegen des Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz. Zudem müssten sich alle Beschuldigten wegen Urkundenfälschung strafrechtlich verantworten.
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Der Flug wurde nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur erst am Sonntag nachgeholt. Die Beschuldigten sollten nach Abschluss der Ermittlungen und der strafrechtlichen Maßnahmen nach Indien zurückgeschicktwerden.
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