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Afghanistans Präsident plant Rücktritt – Übergangsregierung soll Machtübergabe an Taliban sichern

© AP Photo / Alex BrandonAfghanistans Präsident Aschraf Ghani
Afghanistans Präsident Aschraf Ghani  - SNA, 1920, 15.08.2021
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Afghanistans Präsident, Aschraf Ghani, will laut dem TV-Sender „Al Arabiya“ an diesem Sonntag sein Amt niederlegen. Wie der Sender unter Verweis auf afghanische Medien mitteilte, wird die Machtübergabe in den kommenden Stunden im Präsidentenpalast erfolgen.
Früheren Medienberichten zufolge führt Ghani zurzeit dringende Verhandlungen mit dem US-Sonderbeauftragten für die afghanische Versöhnung, Zalmay Khalilzad, sowie ranghohen Nato-Vertretern.
Indes teilte die Agentur Reuters unter Berufung auf diplomatische Quellen mit, dass der ehemalige Innenminister Afghanistans und ehemalige Botschafter in Deutschland Ali Ahmad Jalali die Leitung einer Übergangsregierung des Landes übernehmen werde.

Stadt Kabul wird nicht angegriffen

Zuvor am selben Tag hat der amtierende Innenminister Abdul Sattar Mirsakwal in einem vom TV-Sender „Tolo News“ veröffentlichten Video versichert, dass Afghanistans Hauptstadt Kabul nicht angegriffen werden würde.
Die Sicherheit der Stadt sei garantiert, sagte er. Es sei die Vereinbarung getroffen worden, dass der Machtwechsel friedlich erfolge. Zudem rief Mirsakwal die Menschen dazu auf, sich von keiner Propaganda beeinflussen zu lassen.
„Die Menschen brauchen sich keine Sorgen zu machen, die Stadt ist sicher“, erklärte er. Jeder, der Chaos in der Stadt verursache, werde entsprechend dem Gesetz behandelt.
Auch der Verteidigungsminister, Bismillah Chan Mohammadi, erklärte in einer auf Facebook veröffentlichten Videoansprache, dass er als Vertreter der Streitkräfte die Sicherheit Kabuls garantiere. Die Menschen sollten nicht in Panik verfallen.
Zuvor hatte ein Taliban*-Sprecher gesagt, er könne bestätigen, dass es Verhandlungen mit dem Präsidentenpalast über eine friedliche Machtübernahme gebe. Der Leiter des Hohen Rates für Nationale Versöhnung, Abdullah Abdullah, trete als Vermittler auf.

Taliban rücken offenbar nach Kabul vor

Die radikal-islamistischen Taliban haben Reuters zufolge einen Angriff auf die afghanische Hauptstadt eingeleitet. Der örtliche Fernsehsender 1 TV News berichtete hingegen, dass die Taliban Verhandlungen mit der afghanischen Regierung aufgenommen hätten und Kämpfe vermeiden wollten. Demnach wurden die radikalen Kämpfer angewiesen, vorerst nicht in die Hauptstadt einzurücken.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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