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Kanada will 20.000 Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen

© AFP 2021 / Vaughn RidleyFlagge von Kanada
Flagge von Kanada - SNA, 1920, 14.08.2021
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Vor dem Hintergrund der sich verschlechternden Lage in Afghanistan hat sich Kanada bereit erklärt, 20.000 von der militant-islamistischen Terrorgruppe Taliban* bedrohten Afghanen Schutz zu gewähren und sie im Land aufzunehmen. Das soll im Rahmen eines speziellen Einwanderungsprogramms erfolgen.
Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Regierungserklärung folgt, wird Kanada in erster Linie den Afghanen eine helfende Hand reichen, die einen Beitrag zur Tätigkeit der kanadischen Regierung in Afghanistan geleistet hatten sowie denen, die momentan besonders gefährdet sind. Dies betrifft auch Aktivistinnen, Menschenrechtsverteidiger, Journalisten, verfolgte religiöse Minderheiten, Vertreter der LGBT-Bewegung und Familienmitglieder der zuvor umgesiedelten Dolmetscher.
Unter anderem heißt es, dass kanadische Einsatzkräfte überall auf der Welt rund um die Uhr versuchten, so viele Menschen wie möglich in Sicherheit zu bringen.
„Durch die Aufnahme dieser Afghanen trägt Kanada dazu bei, die Last der afghanischen Nachbarn zu verringern und diesen Menschen hier ein dauerhaftes Zuhause zu bieten. Wir werden mit unseren internationalen und inländischen Partnern, privaten Sponsoren und Ansiedlungsorganisationen zusammenarbeiten, um mit der Umsetzung des neuen Programms zu beginnen.“
Abflughalle (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.08.2021
Aufgrund zugespitzter Lage: Bundesamt legt Asylanträge von Afghanen vorerst auf Eis

Taliban auf dem Vormarsch

Nach der Ankündigung des Abzugs der amerikanischen Truppen hatte die Terrorgruppe Taliban einen schnellen Angriff auf die Stellungen der afghanischen Armee gestartet. Die Lage der afghanischen Regierung sieht von Tag zu Tag immer kritischer aus.
In der vergangenen Woche konnten die Taliban die Hauptstädte von 16 Provinzen einnehmen. Am vergangenen Donnerstag fielen zwei Großstädte, nämlich die zweitgrößte des Landes Kandahar und die nächste Herat.
Der Bürgerkrieg in Afghanistan dauert seit 1979 an. Der Staat ist mittlerweile in die Liste der ärmsten Länder aufgenommen worden. Afghanistans Haushalt hängt weitgehend von Finanzspritzen aus Drittstaaten ab.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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