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 - SNA, 1920
Afghanistan
Aktuelle Nachrichten aus Afghanistan

Bundeswehr bereitet Großeinsatz zur Evakuierung deutscher Bürger in Kabul vor

© REUTERS / HAUKE-CHRISTIAN DITTRICHNach der Rückkehr aus Afghanistan: Bundeswehrsoldaten auf dem Flugplatz in Wunstorf
Nach der Rückkehr aus Afghanistan: Bundeswehrsoldaten auf dem Flugplatz in Wunstorf - SNA, 1920, 14.08.2021
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Die Bundeswehr hat mit Vorbereitungen für einen stark abgesicherten Einsatz zur Evakuierung von deutschen Staatsbürgern und Ortskräften aus Afghanistan begonnen. Dazu wird ein vom Bundestag zu verabschiedendes Mandat vorbereitet. Darüber berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Samstag.
Ein Evakuierungseinsatz gilt als mandatierungspflichtig, weil eine Basis für das bisherige Mandat nach dem Ende des Nato-Einatzes „Resolute Support“ als nicht mehr gegeben gilt. Dass es zu diesem Einsatz kommen muss, ist weitgehend unstrittig. Über den geplanten Einsatz berichtete am Samstag auch der Sender RTL/ntv.

Zahl der zu evakuierenden Personen noch unklar

In Afghanistan sollen sich derzeit noch deutlich mehr als 100 Deutsche, darunter auch die Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaft in Kabul sowie Experten anderer Ministerien und Organisationen aufhalten. Auch Ortskräfte, deren genaue Zahl noch unklar sei, sollten ausgeflogen werden. Allein Organisationen aus dem Geschäftsbereich des Bundesentwicklungsministeriums sollen derzeit über noch mehr als 1000 einheimische Mitarbeiter in Afghanistan verfügen.
Zum Einsatz sollen in der nächsten Woche vor allem Fallschirmjäger der Division Schnelle Kräfte (DSK) kommen, die die Bundeswehr als Teil der Nationalen Risiko- und Krisenvorsorge für diese Aufgabe bereithält.
Bundesaußenminister Heiko Maas  - SNA, 1920, 13.08.2021
Afghanistan
Vormarsch der Taliban: Deutschland reduziert Botschaftspersonal in Kabul deutlich
Als Mindestvoraussetzung gilt bei Gefahr im Verzug – also wenn es um Leib und Leben von Deutschen im Ausland geht – ein Beschluss des Bundeskabinetts als erster Schritt für einen Einsatz, dem ein Beschluss des Bundestages folgen kann.
Die Lage in Afghanistan hat sich nach dem Abzug der internationalen Truppen dramatisch zugespitzt. Die militant-islamistischen Taliban* haben mittlerweile zahlreiche strategisch wichtige Städte unter ihre Kontrolle gebracht und sind immer näher an die Hauptstadt Kabul herangerückt.
Pentagon-Sprecher John Kirby informiert bei einem Briefing über US-Schläge gegen Ziele in Syrien. Washington, 25. Februar 2021 - SNA, 1920, 13.08.2021
Afghanistan
Rund 3000 Soldaten: Großteil der US-Verstärkung spätestens Sonntag in Kabul – Pentagon
Am Samstagmorgen habe es Gefechte um Maidan Schar gegeben, Hauptstadt der rund 35 Kilometer von Kabul gelegenen Provinz Maidan Wardak, berichtete die DPA unter Verweis auf die Abgeordnete des afghanischen Parlaments, Hamida Akbari. Die Taliban beherrschten bereits einen Großteil der Bezirke in der Provinz.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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