Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Sie haben den „mutigen Beschluss gefasst“: Venezuelas Regierung und Opposition vereinbaren Dialog

© AFP 2021 / YURI CORTEZVenezolanische Flagge
Venezolanische Flagge  - SNA, 1920, 14.08.2021
Abonnieren
Nach einem jahrelangen Konflikt wollen sich die Regierung und die Opposition Venezuelas wieder an den Verhandlungstisch setzen. Das bestätigte der Chef der norwegischen Vermittlungsdelegation Dag Nylander bei einer Auftakt-Zeremonie in Mexiko-Stadt, wo die Gespräche stattfinden sollen.
Ihm zufolge haben die Seiten „den mutigen Beschluss gefasst, einen umfassenden Verhandlungsprozess einzuleiten“.
„Norwegen bestätigt, dass sich die Regierung Venezuelas und die Einheitsplattform Venezuelas in der Endphase der Sondierungsgespräche befinden, mit dem Ziel, Verhandlungen in Mexiko aufzunehmen, die von Norwegen erleichtert werden“, twitterte das norwegische Außenministerium.
Das skandinavische Land agiert bei den Verhandlungen in Mexiko als Vermittler. An den Gesprächen sollen sich neun Delegierte jeder Seite beteiligen. Die Opposition fordere freie Wahlen und die Freilassung der politischen Gefangenen. Hingegen strebe die sozialistische Regierung nach einer Milderung der internationalen Sanktionen.
Die Niederlande und Russland sitzen den Angaben zufolge auf Seiten der Opposition beziehungsweise der Regierung mit am Tisch.
„Ich bestätige, dass das norwegische Außenministerium uns mitgeteilt hat, dass die am Dialog über Venezuela teilnehmenden Parteien in die letzte Phase ihrer Sondierungsgespräche eingetreten sind, um Verhandlungen in unserem Land aufzunehmen“, teilte der mexikanische Außenminister, Marcelo Ebrard, via Twitter mit.
Bisher waren Verhandlungen über die Aufnahme eines solchen Dialogs zwischen Regierung und Opposition gescheitert.
„Wir gehen mit Vorsicht und nicht allzu hohen Erwartungen an diesen Prozess heran. Aber die Notlage kann nicht länger warten“, sagte ein Vertreter der Opposition im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mexiko.

Machtkampf in Venezuela

Venezuela steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Aus Mangel an Devisen und wegen zahlreicher US-Sanktionen kann es kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Bedarfsgüter des täglichen Lebens importieren. Inzwischen haben Millionen Venezolaner ihre Heimat verlassen.
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro (Archivfoto) - SNA, 1920, 13.07.2021
Venezuela: Maduro berichtet über vereitelte Attentate auf ihn
Zudem wird das einst reiche Land seit fast zwei Jahren von einem Machtkampf zwischen der Regierung von Staatschef Nicolas Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten, Juan Guaido, gelähmt. Guaido wurde von zahlreichen Ländern als legitimer Staatschef anerkannt - darunter Deutschland und die USA. Allerdings gelang es ihm bislang nicht, sich gegen Maduro durchzusetzen. Ende 2020 verlor die Opposition zudem ihre Mehrheit im Parlament.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала