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Tierquälerei: Deutscher Tierschutzbund stellt Strafanzeige gegen Fünfkämpferin Schleu und Trainerin

© AFP 2021 / PEDRO PARDOAnnika Schleu in Tokio am 6. August 2021
Annika Schleu in Tokio am 6. August 2021  - SNA, 1920, 13.08.2021
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Der Deutsche Tierschutzbund hat der Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu und Bundestrainerin Kim Raisner nach den Ereignissen bei den Olympischen Spielen in Tokio Tierquälerei bzw. Beihilfe zur Tierquälerei vorgeworfen und eine Strafanzeige gegen die beiden gestellt. Darüber teilte der Bund am Freitag auf seiner Webseite mit.
Die Reiterin habe „das verängstigte und überforderte Pferd mehrfach grob geschlagen und in anschließenden Interviews jede Einsicht vermissen lassen“, hieß es in der Pressemitteilung der Organisation. Die Trainerin habe die Reiterin mit den Worten „Hau mal richtig drauf, hau richtig drauf“ zu dieser tierquälerischen Handlung aufgefordert.
„Natürlich steht eine auf Olympiagold fixierte Sportlerin in dem Moment unter enormem Stress. Aber das ist keine Entschuldigung für Tierquälerei“, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. „In einem leistungsorientierten Wettkampf zwischen Menschen haben Tiere nichts zu suchen!“
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Die Anzeige solle dabei helfen, das Problem grundsätzlich zu klären, denn Warnungen in den vergangenen Jahren habe es immer gegeben.
Schleu wehrt sich immer wieder gegen den Vorwurf, ihr Pferd im Wettkampf gequält zu haben. „Ich habe das Pferd nicht extrem hart behandelt. Ich hatte eine Gerte dabei, die vorher kontrolliert wurde. Genauso wie die Sporen. Ich bin mir wirklich keiner Tierquälerei bewusst“, sagte die 31-Jährige in einem Interview der Wochenzeitung „Die Zeit“. Sie bekannte aber auch, dass sie eventuell früher hätte sagen können, „okay, es hat einfach keinen Wert“.
Vom Weltverband habe sie sich danach allein gelassen gefühlt, dessen deutscher Präsident Klaus Schormann habe nicht mit ihr gesprochen.
Schleu, die vor einer Woche in Tokio nach den ersten Disziplinen auf Goldkurs lag, hat unter Tränen versucht, ihr zugeloste Pferd namens „Saint Boy“ mit Gerte und Sporen zurück in den Parcours zu bringen.
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