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Sputnik V wirkt gegen bekannte neue Stämme – Virologe

© SNA / Ekaterina Chesnokova / Zur BilddatenbankImpfung mit Sputnik V
Impfung mit Sputnik V - SNA, 1920, 13.08.2021
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Sputnik V ist eine echte Errungenschaft der heimischen Biopharmazeutika und Biotechnologie, ist wirksam gegen bekannte neue Stämme und muss nicht modifiziert werden, sagte der russische Virologe Alexej Agranowski ein Jahr nach der Registrierung des weltweit ersten Impfstoffs gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 im Interview mit SNA.
„Die Adenovirus-Impfstoffplattformen werden seit etwa 40 Jahren untersucht, aber Sputnik V ist das erste weit verbreitete Medikament in dieser Gruppe. Zuvor wurde die Adenovirus-Plattform von Wissenschaftlern des Gamaleja-Instituts zur Entwicklung von Impfstoffen gegen Ebola- und MERS-Viren (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) verwendet und hat ihre Sicherheit und Wirksamkeit bewiesen. Die Entwickler hatten also einen guten Start.
Diese Erkenntnisse ermöglichten eine schnelle Entwicklung eines erfolgreichen Impfstoffs gegen SARS CoV-2 – modifizierte Adenoviren vom Typ 26 und Typ 5, die das S-Gen des Coronavirus-Proteins in die menschlichen Zellen transportieren. Die Entwicklung von Sputnik V ist eine echte Errungenschaft der heimischen Biopharmazeutika und Biotechnologie“, sagte Professor Agranowski, Leiter der Abteilung für Virologie an der Fakultät für Biologie der Staatlichen Lomonossow-Universität MGU Moskau.
Laut dem Wissenschaftler ist Sputnik V recht wirksam gegen neue Mutationen der Coronavirus-Infektion COVID-19 und muss derzeit nicht modifiziert werden.
„Nach den uns vorliegenden Daten ist Sputnik V gegen bekannte neue Stämme wirksam, einschließlich des Delta-Stammes, der in der Russischen Föderation und vielen Ländern der Welt vorherrscht. Eine Änderung des Impfstoffs ist derzeit nicht erforderlich. Wenn ein neuer SARS-CoV-2-Stamm erscheint, der das Vakzin umgeht, kann das hypothetisch innerhalb kurzer Zeit erfolgen. Eine andere Sache ist, dass der modifizierte Impfstoff erneut auf Sicherheit und Wirksamkeit getestet werden muss. Aber hoffentlich wird das nicht nötig sein.“

Sicherheit wissenschaftlich belegt

Darüber hinaus habe die Erfahrung mit Impfungen im Laufe des Jahres gezeigt, dass Sputnik V sehr sicher sei, wie die Daten aus Russland und Argentinien belegen. Was die Anerkennung des russischen Impfstoffes Sputnik V auf internationaler Ebene betrifft, „geht das langsam, obwohl der Ruf des Impfstoffs stets wächst“, so Agranowski.
„Es wurden zwei Artikel mit klinischen Studienergebnissen im medizinischen Fachblatt ‘The Lancet‘ und eine sehr positive Rezension über Sputnik V in der wissenschaftlichen Zeitschrift ‚Nature‘ veröffentlicht. Die Gründe für die Verzögerung bei der Zulassung des Impfstoffes durch die WHO und die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sind politischer, wirtschaftlicher und dokumentarischer Art. Wir wissen oft, besser zu erfinden und sogar die Produktion zu organisieren als mit bürokratischen Abläufen umzugehen. Na gut, ich denke, das Gamaleja-Institut wird sich schon zurechtfinden, und Sputnik V wird letztlich anerkannt. Inzwischen verwenden viele Länder diesen Impfstoff bereits, ohne auf eine offizielle Anerkennung zu warten“, bemerkte der Virologe.
Der russische Sputnik-V-Impfstoff könne im September von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugelassen werden, sagte die stellvertretende Generaldirektorin der WHO, Mariangela Simao, unlängst bei einem Briefing der Organisation.
„Die Anerkennung durch die WHO kann für die Förderung von Sputnik V grünes Licht geben, aber eher in Bezug auf die Aufnahme des Impfstoffs in das Hilfsprogramm für arme Länder unter der Schirmherrschaft der WHO als in Bezug auf die Marktperspektiven. Für den Ruf des Impfstoffs aber ist das natürlich nicht schlecht“, schlussfolgerte der russische Virologe Alexej Agranowski.
Der Impfstoff Sputnik V wurde auf Basis von Adenoviren entwickelt, seine Vorteile sind Sicherheit, Effizienz und nur wenige Nebenwirkungen. Das Vakzin wurde in Russland im August desvergangenen Jahres registriert und ist mittlerweile in mehr als 60 Ländern mit insgesamt mehr als drei Milliarden Einwohnern zugelassen. Eine Auswertung der russischen Impfdaten im Zeitraum vom 5. Dezember 2020 bis 31. März 2021 hatte bei Sputnik V eine Schutzwirkung von 97,6 Prozent ergeben.
Ein Fläschchen mit dem russischen Sputnik V-Impfstoff  - SNA, 1920, 12.08.2021
Impfstoffwirksamkeit gegen Delta-Variante: Russlands „Sputnik V“ bietet eine Lösung
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