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Rizin-Bombenbau in Köln: Urteil gegen 45-Jährige rechtskräftig

© CC0 / Pixabay/succoGericht (Symbolbild)
Gericht (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.08.2021
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Vor mehr als einem Jahr wurde eine Deutsche für einen geplanten Terroranschlag mit dem hochgiftigen Rizin zu acht Jahren Haft verurteilt. Nun ist das Urteil rechtskräftig: Der Bundesgerichtshof hat die Revision der inzwischen 45-Jährigen verworfen, wie das Oberlandesgericht Düsseldorf am Freitag mitteilte.
Laut dem Urteil hatte Yasmin H. gemeinsam mit ihrem Mann ab September 2017 einen dschihadistisch motivierten Sprengstoffanschlag in Deutschland vorbereitet, bei dem das tödliche Gift Rizin über eine Splitterbombe verbreitet werden sollte, um „Andersgläubige“ zu töten.
Beim Prozess in Düsseldorf wurde sie der vorsätzlichen Herstellung einer biologischen Waffe in Tateinheit mit Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und der Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat schuldig gesprochen.
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Ihr Mann, der Tunesier Sief Allah H., war bereits im März 2020 zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Durch die Verwerfung der Revision auch der Ehefrau ist das Verfahren nun insgesamt abgeschlossen.
Nach Gerichtsangaben war das Paar bei den Vorbereitungen des Anschlags weit fortgeschritten und hatte aus Rizinusbohnen, die sie im Internet bestellt hatten, bereits eine erhebliche Menge des Toxins Rizin hergestellt. Auf ihren Mobiltelefonen wurden radikal-islamische Inhalte gefunden, die ihre Radikalisierung und den darauf gründenden Entschluss zur Begehung eines terroristischen Anschlags belegen sollen.
Durch den geplanten Anschlag hätte es mit hoher Wahrscheinlichkeit zahlreiche Todesopfer und Verletzte gegeben. Rein rechnerisch hätten durch die Giftmenge 13.500 Menschen sterben können, zitierte die DPA aus einem Gutachten. Eine Explosion der Bombe wäre der erste Terroranschlag mit einem biologischen Kampfstoff in Deutschland gewesen. Das Attentat konnte durch den Zugriff der Polizei im Juni 2018 verhindert werden.
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