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Tag der Jugend: 11 Fakten über „Generation Z“ in Deutschland

Jugend (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.08.2021
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Noch nie seit Beginn der Statistik gab es in Deutschland so wenig junge Menschen wie heute, teilte das Statistische Bundesamt zum Tag der Jugend mit. Diese und andere Fakten über die so genannte „Generation Z“ in Deutschland präsentieren wir Ihnen in der folgenden Auflistung.
Als Jugendliche werden von der UN-Generalversammlung Menschen definiert, die älter als 14 Jahre und jünger als 25 Jahre alt sind. Alle Statistiken der Uno, die Aspekte des Lebens von Jugendlichen erläutern, basieren auf der oben genannten Definition.
Zum Tag der Jugend haben wir einige Fakten und Zahlen gesammelt, die die deutsche Jugend betreffen.

8,4 Millionen

Von den 83,2 Millionen Menschen, die zum Jahresende 2020 in Deutschland lebten, waren 8,4 Millionen zwischen 15 und 24 Jahre alt. Damit haben die als „Generation Z“ (auch als Gen Z bekannt) bezeichneten Menschen einen Anteil 10,1 Prozent an der Gesamtbevölkerung, so das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag. Die Gruppe der jungen Menschen sei zuletzt jedoch immer kleiner geworden. Noch nie seit Beginn der Statistik im Jahr 1950 hätte es so wenig Menschen in dieser Altersgruppe gegeben – sowohl absolut als auch anteilig an der Gesamtbevölkerung.

Jeder Dritte mit Migrationshintergrund

Rund jeder dritte (32,87 Prozent) junge Mensch im Alter von 15 bis 30 in Deutschland hat einen Migrationshintergrund, folgt aus der Studie „Generation friedliche Revolution – Jugend 2020“, die die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) im Herbst des vorigen Jahres publik gemacht hatte.
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Asiatische Herkunftsländer

Die jungen Menschen, die ab den neunziger Jahren geboren wurden, sind die kulturell vielfältigste Generation in Deutschland, die es je gab, behauptet die KAS-Studie. Jeder Zwölfte (8,13 Prozent) hat demnach einen asiatischen Migrationshintergrund. Zu diesen Herkunftsländern gehören Syrien, Kasachstan, Irak, Iran, Afghanistan, Vietnam, China, Pakistan und Indien.
Einen türkischen Migrationshintergrund hat jeder zwanzigste junge Mensch (5,07 Prozent), dicht gefolgt von russischstämmigen aus Russland und der ehemaligen Sowjetunion (4,53 Prozent) und jungen Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien (2,75 Prozent), hieß es. Aus Polen stammen weitere 2,58 Prozent der Jugendlichen, aus afrikanischen Ländern 1,82 Prozent, aus Italien 1,23 Prozent. Die KAS-Forscher weisen darauf hin, dass die jungen Menschen aus Kasachstan doppelt gezählt wurden: Sie sind unter Asien sowie den Ländern der ehemaligen Sowjetunion zu finden.

Bremen vs. Brandenburg

Den höchsten Anteil an Gen-Z-Menschen hatte im Jahr 2020 laut den neuesten Angaben von Destatis Bremen (11,1 Prozent). Es folgen Baden-Württemberg (10,8 Prozent), Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (mit jeweils 10,6 Prozent). Am niedrigsten sei der Anteil der jungen Menschen in Brandenburg (7,9 Prozent), Sachsen-Anhalt (8,1 Prozent) und in Mecklenburg-Vorpommern (8,2 Prozent).

Deutschland im Vergleich zu EU

Der Anteil der Gen-Z-Vertreter im Schnitt aller EU-27-Staaten war in Deutschland zum Beginn des Jahres 2020 etwas niedriger (10,3 gegen 10,6 Prozent), folgt aus den Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat.
Die meisten Jugendlichen gab es in Zypern und Irland (jeweils 12,7 Prozent) und in Dänemark (12,5 Prozent). Am niedrigsten war dieser Anteil in Bulgarien (8,8 Prozent), Tschechien (9,0 Prozent) und Lettland (9,1 Prozent).

Smartphone als dritte Hand

Bei den „Zlern“ gilt das Smartphone als „dritte Hand“. Sie können sich das Leben ohne weltweite digitale Vernetzung nicht vorstellen und haben es nie analog organisiert. Sie erwarten, sofort Feedbacks zu bekommen. 94 Prozent der Jungen und 97 Prozent der Mädchen in Deutschland besitzen ein Handy beziehungsweise ein Smartphone, folgt aus den Angaben des Portals Statista, die im April 2021 veröffentlicht wurden. Einen Laptop oder einen PC haben 74 Prozent der Jungen und 70 Prozent der Mädchen. Sich über WLAN mit der globalen Welt zu vernetzen, ist für die deutsche Jugend kein Problem, denn über dieses Gerät verfügt fast jeder im Land (98 Prozent der Jungen und 99 Prozent der Mädchen).
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Ignoranz von Hierarchien

Die junge Generation in Deutschland sei Teil einer globalen Generation geworden, die durch digitale Medien vernetzt sei. Gerade aus diesem Grund sei nun die Bewegung „Fridays for Future“ (deutsch: „Freitage für die Zukunft“) unter Schülern und Studierenden so wirkmächtig geworden – nämlich durch die grenzüberschreitende Kommunikation in Echtzeit über Smartphones und soziale Medien.

„Die 23-jährige Geografiestudentin Luisa Neubauer sitzt wie selbstverständlich in der Talkshow neben Bundesminister Peter Altmaier. Hierarchien werden nicht explizit „bekämpft“, sondern einfach ignoriert“, so die KAS-Studie.

Sie seien durch ihre Erziehung gewohnt, auf Augenhöhe zu kommunizieren.

Interesse an Politik

Das Interesse an Politik ist bei den jungen Leuten im Alter von 12 bis 25 Jahren der KAS-Studie zufolge gestiegen. Politisches Interesse zeigen demnach hierzulande 45 Prozent der Befragten. Dabei engagieren sich nur vier Prozent in einer Partei, hieß es.

Auszug aus dem Elternhaus

Das durchschnittliche Alter beim Auszug aus dem Elternhaus betrug in Deutschland im Jahr 2020 bei Männern 24,5 Jahre und bei Frauen 22,9 Jahre, erklärte Eurostat im Frühling 2021. Am frühesten beginnen die Schweden ein selbständiges Leben (jeweils mit 16,1 und 16,3 Jahren). Am spätesten verlassen die Kroaten ihr Elternhaus (mit jeweils 34 und 30,9 Jahren).

235.000 Menschen arbeitslos

Im Juli 2021 waren in Deutschland 235.826 Personen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, teilte die Bundesagentur in ihrem Monatsbericht mit. Das sind ungefähr drei Prozent aller Jugendlichen im Land. Insgesamt gab es 2.590.000 Arbeitslose in Deutschland. Darunter werden Arbeitslose gemeint, die nach § 16 SGB III registriert wurden. Eine Person zählt also somit nicht automatisch zu den Arbeitslosen, nur weil sie nicht arbeitet.

Haupthemen und -ängste

Laut der KAS-Studie sind den deutschen „Zlern“ Umwelt- und Klimaschutz sehr wichtig. Eine ähnlich hohe Bedeutung (jeweils 39 Prozent) haben demnach solche Themen wie soziale Gerechtigkeit und der Zustand des Bildungswesens. Was die Hauptängste der jungen Menschen in Deutschland angeht, so werden Umweltverschmutzung (71 Prozent), Terroranschläge (66 Prozent) und Klimawandel (65 Prozent) auf den drei ersten Plätzen angeführt. Die Angst vor Ausländerfeindlichkeit (52 Prozent) überwiege die Angst vor weiterer Zuwanderung (33 Prozent).
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„Tag der Jugend“

Die Uno hat den 12. August zum „Tag der Jugend“ ernannt. Erstmals wurde dieser Aktionstag im Jahr 1999 ausgerufen. Er soll an die Bedeutung der Jugend als Lebensphase sowie an Schwierigkeiten erinnern, mit denen die Jugendlichen in der ganzen Welt konfrontiert sind.
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