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„Sie bringen Frankreich um!“: Passantin stellt französischen Premier zur Rede

© AFP 2021 / Bertrand GuayFrankreichs Premier Jean Castex
Frankreichs Premier Jean Castex - SNA, 1920, 12.08.2021
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Während seines Besuchs im südlichen Département Aude wurde Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex auf der Straße von einer Frau beschimpft. Ein Video mit dem Schlagabtausch sorgte im Netz für viel Aufregung.
Der zweite Mann im Lande wurde nach dem Besuch eines provisorischen Impfzentrums am Mittwoch verbal attackiert. „Sie töten Frankreich! Und die Ladenbesitzer, die ihr tötet, und ihr tötet auch alle Handwerker, die sterben! Das ist es, was Sie tun! Sie spazieren herum, während alle anderen wie Hunde behandelt werden!“ – mit solchen Worten griff die Passantin Castex an. Der Premierminister erwiderte, dass er im Gegenteil versuche, Menschen zu retten.
„Das stimmt nicht, Madame! Ich spaziere erstens einmal nicht herum und habe niemanden getötet. Im Gegenteil, wir versuchen, sie zu retten“, reagierte er auf den Angriff mit voller Ruhe.
Sein Besuch fiel zeitlich mit der Ankündigung einer neuen Runde von Corona-Maßnahmen zusammen, weil die Epidemie nach der Ausbreitung der neuen Delta-Variante wieder aufflammt. Das Video polarisierte die Meinungen der Twitter-Community.
Laut einem Nutzer seien die Ladenbesitzer nicht getötet worden, man könne sie ja auf der Straße sehen. „Sie haben während ihrer Schließung von enormen Beihilfen profitiert und beginnen nun, nach dem durch den Gesundheitspass verursachten Umsatzrückgang um zusätzliche Beihilfen zu jammern“, fügte er hinzu.
Ein anderer wies darauf hin, dass sich die Franzosen schon damals beschwert hätten, als es weder Maskenpflicht noch Quarantäne gab. „Jetzt haben wir die Impfstoffe, und wir beschweren uns immer noch“, schreibt er weiter und ruft die Mitbürger dazu auf, mit dem Jammern aufzuhören.
Eine weitere Diskussionsteilnehmerin fand, die Frau im Video müsse alle Beihilfen, die sie erhalten habe, zurückzahlen. „Es ist schade, dass sie das sagt, denn sie weiß nicht, was für ein Glück sie hat, in Frankreich zu leben, mit all dem Geld, das während der Quarantäne an die Ladenbesitzer verteilt wurde.“
Viele Twitter-Nutzer hingegen stimmten der Frau zu und meinten, sie habe laut das ausgesprochen, was viele Menschen denken würden. „Diejenigen, die sie kritisieren, sollten ihre Arbeitslosenunterstützung zurückgeben“, fand eine Frau, weil man durch Kritik an die Frau im Video auch Ladenbesitzer und Handwerker kritisiere. Sie behauptete, sie kenne viele Ladenbesitzer, die nie irgendeine Unterstützung erhalten hätten.
Ein weiterer Unterstützer der Frau spricht von einem „katastrophalen Management“ und „hunderttausend Toten“. „Ja, eines Tages werden sie zur Rechenschaft gezogen werden müssen“, so der Mann.
Noch ein Nutzer warf Castex vor, dass er mitten in der Pandemie die Zahl von Intensivbetten in Krankenhäusern reduziert und die Gesundheitsbudgets gekürzt habe. „Der Typ sagt, er habe Leben gerettet...Habe ich richtig gehört?“, fragte sich der Mann.
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