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„Long Covid“ als Herausforderung für das Gesundheitssystem

© CC0 / Engin_AkyurtCoronavirus (Symbolbild)
Coronavirus (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.08.2021
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Die Zahlen von Menschen mit „Long Covid“-Symptomen steigen. Das führt zu Wartezeiten und Überlastungen des Reha-Systems.
Vor der Corona-Pandemie absolvierten jährlich rund eine Million Menschen in Deutschland eine Rehabilitation (Reha), um wieder fit fürs Arbeitsleben zu werden, zum Beispiel nach einer Krebs-Behandlung oder einem Schlaganfall. Wenn jetzt einige 100.000 Betroffene mit „Long Covid“ hinzukämen, sei das eine große Herausforderung für das Versorgungssystem, heißt es von der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (Degemed). Derzeit warten Betroffene teilweise noch sehr lange, bevor sie Hilfe bekommen.
Esteban Ocon (l.) und Lewis Hamilton auf dem Podium nach dem Formel-1-Rennen in Budapest, Ungarn, der 1. August 2021 - SNA, 1920, 02.08.2021
Long-Covid-Folgen? Hamilton wirkt geschwächt nach Formel-1-Rennen und muss zum Arzt
Die meisten Berufstätigen können eine Reha über die Deutsche Rentenversicherung beantragen, die zum Beispiel im Bereich Braunschweig-Hannover eine eigene Hotline für „Long Covid“-Betroffene eingerichtet hat. Wer dort nicht versichert ist, muss sich an seine Krankenkasse oder -versicherung wenden. Bei einer Anerkennung der Covid-19-Erkrankung als Berufskrankheit beziehungsweise Arbeitsunfall können auch die Berufsgenossenschaft oder die Unfallkasse für Leistungen aufkommen.

Tausende Menschen über Monate krankgeschrieben

Ziel einer Reha ist immer, die Menschen zurück in den Job zu bringen. In Folge ihrer Corona-Infektion fehlten in diesem und im vergangenen Jahr Tausende Menschen über Monate am Arbeitsplatz. Das berichteten die Krankenkassen Barmer und AOK Ende Juni. Besonders lange krankgeschrieben waren Covid-19-Patienten den Angaben zufolge nach einem Klinikaufenthalt.
Bis zu 15 Prozent aller Covid-19-Erkrankten sind laut einer Mitte Juli veröffentlichten Diagnose-Leitlinie vom Post-Covid-Syndrom betroffen. Das heißt, sie haben mehr als drei Monate anhaltende Beschwerden unterschiedlichster Art, etwa Kurzatmigkeit, Schwindel oder Konzentrationsstörungen. Von „Long Covid“ spricht man, wenn nach einer überstandenen Infektion neue Symptome hinzukommen oder diese länger als vier Wochen bestehen.
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