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Lawrow: Russland zieht aus der Unzuverlässigkeit des Westens einen ganz einfachen Schluss

© SNA / Pressedienst des russischen Außenministeriums  / Zur BilddatenbankRusslands Außenminister Sergej Lawrow
Russlands Außenminister Sergej Lawrow - SNA, 1920, 12.08.2021
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Russland hat aus der westlichen Sanktionspolitik nach Darstellung des Außenministers Sergej Lawrow gelernt, sich nur auf sich selbst zu verlassen. Laut Lawrow lässt sich das Land in seiner Entwicklung nicht beirren, lässt zugleich aber auch Türen für mögliche Partner offen.
So sagte der russische Außenminister bei einer Kulturveranstaltung auf der Halbinsel Krim am heutigen Donnerstag, dass Russland unter dem Druck der westlichen Sanktionen einen ganz einfachen Schluss gezogen habe: „Die Ereignisse im Zusammenhang mit der Ukraine und den Sanktionen haben uns gelehrt, dass wir uns in unserer Entwicklung nur auf uns selbst verlassen können, wenn wir zugleich auch die Tür für alle Partner offen lassen, dabei aber in Erinnerung behalten, dass die aus dem Westen nicht zuverlässig sind und jederzeit abspringen können.“
Der Westen bestrafe Russland nämlich, seitdem er begriffen habe, dass das Land sich in seiner Entwicklung nicht beirren lasse.
„Unsere Linie zur Stärkung der eigenen Souveränität war erst auf Widerstand gestoßen. Und als dem Westen klar wurde, dass wir von dieser Linie nicht abzubringen sind, fing man an, uns zu bestrafen.“
Daher werde Russland eine Zusammenarbeit nur unter Berücksichtigung der bisher gemachten Erfahrungen eingehen, um keinen Schaden zu nehmen, „wenn einer der Partner auf einer bestimmten Etappe sich plötzlich entschließt, uns wofür auch immer zu bestrafen“. In solchen Fällen werde Russland sich auf eigene Kräfte verlassen.

Mehr Robustheit und Resilienz

Mit Blick auf die Importsubstitution, die nach Meinung einiger angeblich gescheitert sei, sagte Lawrow: „Russland ist der Aufbau seiner Landwirtschaft gelungen und in der Rüstungswirtschaft sind Abläufe eingeführt worden, die das Land von der ukrainischen Industrie unabhängig machen ebenso wie von westlichen Partnern, die eine Monopolstellung im Technologiebereich einnahmen.“
Mit seiner Politik habe der Westen bewirkt, dass Russland an seinen wirtschaftlichen Defiziten arbeite, was der russischen Wirtschaft „eine wesentlich größere Robustheit und Resilienz“ verschaffen werde. Darum, „in Autarkie, Selbstisolation und Konfrontation“ zu verfallen, gehe es Russland aber nicht: „Nach wie vor sind wir bereit, mit allen zusammenzuarbeiten – ob bei der Erschließung unserer Verkehrskorridore, die sich jetzt aktiv entwickeln und erstarken werden, oder in der Ausarbeitung anderer Programme: in der Forschung, in der Technik, im Energiebereich.“
Parallel dazu äußerte der russische Außenminister sein Bedauern darüber, dass westliche Länder die „Steinzeitinstinkte“ der ukrainischen Führung begönnern. Er erinnerte dabei an „diejenigen, die 2014 einen Umsturz in der Ukraine durchführten“, und ihre Forderung nach einer Vertreibung aller Russen von der Krim. Diese Forderung habe damals wie „Steinzeitmentalität“ angemutet, doch eben diese Forderung habe der derzeitige ukrainische Präsident Selenski vor wenigen Wochen wieder aufgegriffen.
Lawrow: „Wenn unsere westlichen Partner gezwungen sind, ihren Sinn für Realität hinter dem Begönnern dieser Steinzeitinstinkte der jetzigen ukrainischen Führung hintenanzustellen, dann tun sie mir einfach nur leid. Sie treiben sich selbst in eine Ecke, aus der herauszukriechen später sehr schwierig sein wird. Man wird da aber wieder herauskriechen müssen.“
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