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Waldbrände in Algerien: 65 Tote – darunter Retter

© REUTERS / ABDELAZIZ BOUMZARWaldbrände in Algerien
Waldbrände in Algerien - SNA, 1920, 11.08.2021
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Bei Waldbränden, die in der algerischen Region Kabyle östlich der Hauptstadt Algier wüten, sind bisher mindestens 65 Menschen gestorben. Lokalen Medien zufolge kamen auch 25 Soldaten im Feuer um, als sie versuchten, Einwohner aus der gefährdeten Gegend zu retten.
Nach Darstellung der algerischen Regierung sind die Waldbrände auf Brandstiftung zurückzuführen. Premierminister Ayman Benabderrahmane sagte im staatlichen Fernsehen, die Brände seien „allzu synchronisiert“ aufgeflammt, weshalb man hier von „kriminellen Handlungen“ ausgehen müsse.
Der Regierungschef bat die internationale Gemeinschaft um Hilfe und erklärte, die Regierung spreche gegenwärtig mit Partnern über die Bereitstellung von Löschflugzeugen. Die Waldbrände wüten in der Region Kabyle rund 100 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier, einer teils schwerzugänglichen Gebirgsgegend. Über eigene Löschflugzeuge verfügt das Land nicht.
Feuerwehrleute und Soldaten der algerischen Armee versuchen, die Brände am Boden zu bekämpfen und Menschen aus gefährdeten Bereichen zu retten. Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune schrieb auf Twitter, die Soldaten hätten bereits mehr als 100 Einwohner vor dem Feuer gerettet. Mehrere Retter ließen dabei ihr Leben.
Der algerische Innenminister Kamel Beldjoud war nach Kabyle gereist, um sich ein Bild von der dortigen Lage zu machen. Auch er machte Brandstifter für die Katastrophe verantwortlich, legte den Schwerpunkt der behördlichen Arbeit jedoch nicht auf strafrechtliche Ermittlungen, sondern zunächst auf die Rettung von Menschenleben und auf materielle Hilfen für die Betroffenen.
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