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Afghanistan
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Trotz Erfolg der Taliban: Biden bereut Truppenabzug aus Afghanistan nicht

© AFP 2021 / ZAKERIA HASHIMIEin afghanischer Soldat
Ein afghanischer Soldat - SNA, 1920, 11.08.2021
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US-Präsident Joe Biden hat am Dienstag gesagt, dass er seine Entscheidung, die US-Streitkräfte aus Afghanistan abzuziehen, nicht bereut, obwohl die radikal-islamistischen Taliban* in den vergangenen Monaten erhebliche Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht haben.
„Wir haben über zwanzig Jahre über eine Billion Dollar ausgegeben, wir haben über 300.000 afghanische Militärs ausgebildet und mit moderner Ausrüstung ausgestattet. Wie haben Tausende (…) von amerikanischem Personal verloren“, sagte Biden gegenüber Reportern im Weißen Haus.
„Die afghanischen Führer müssen zusammenkommen“, sagte Biden. „Sie müssen für sich selbst kämpfen, für ihre Nation kämpfen“, sagte er weiter bezüglich der afghanischen Regierungstruppen, die sich in den vergangenen Wochen auf dem Rückzug befanden. Er fügte jedoch hinzu, dass die USA „weiterhin ihre Verpflichtungen gegenüber Afghanistan einhalten würden, wie etwa Luftunterstützung, Zahlung von Militärgehältern und die Versorgung der afghanischen Streitkräfte mit Nahrungsmitteln und Ausrüstung“. „Sie müssen aber kämpfen wollen. Sie sind den Taliban zahlenmäßig überlegen.“
„Aber ich bereue meine Entscheidung nicht", fügte Biden hinzu.
Die Taliban begannen ihren rasanten Aufmarsch im Mai, nachdem Biden den Truppenabzug angekündigt hatte. Obwohl sie dem afghanischen Militär zahlenmäßig weit unterlegen sind, haben sie nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters von Dienstag bereits 65 Prozent des Landes erobert. Allein am Wochenende nahmen sie laut dem TV-Sender CNBC fünf afghanische Provinzhauptstädte unter ihre Kontrolle.
Obwohl die USA im Februar 2020 einen Waffenstillstand mit den Taliban unterzeichnet hatten, führten sie in den letzten Tagen mehrere Luftangriffe auf Taliban-Ziele zur Luftunterstützung afghanischer Truppen durch.
Kämpfe in der afghanischen Provinz Herat  - SNA, 1920, 04.08.2021
Afghanistan
Afghanische Regierung ließ Tausende Taliban-Kämpfer auf US-Druck frei – WSJ
Im April hatte Biden angekündigt, den US-Einsatz in Afghanistan – den längsten US-Einsatz im Ausland – zu beenden. Mehr als 95 Prozent der US-Truppen haben das Land bereits verlassen. Schluss mit dem US-Einsatz soll spätestens am 11. September sein.
2020 unterzeichneten Washington und Vertreter der Taliban das erste Friedensabkommen seit mehr als 18 Jahren Krieg. Es sieht den Abzug ausländischer Truppen und den Beginn eines interafghanischen Dialogs nach einem Gefangenenaustausch vor.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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