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Streik geht weiter: GDL-Chef lehnt DB-Angebot ab – „Wir reden nicht über dieselben Prozentzahlen“

© REUTERS / Hannibal HanschkeGDL-Chef Claus Weselsky
GDL-Chef Claus Weselsky - SNA, 1920, 11.08.2021
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In einem Gespräch mit dem ZDF-„Morgenmagazin“ am Mittwoch hat der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, ein verbessertes Angebot der Deutschen Bahn bei den Tarifverhandlungen als „unakzeptabel“ zurückgewiesen. Die Bahn signalisiert ihre Verhandlungsbereitschaft, rückt aber aktuell nicht von den Zahlen ab.
Zu dem Streik kam es laut Weselsky, weil die Tarifverhandlungen zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der DB am 10. Juni gescheitert seien. „Weil das Angebot, das immer wieder in den Vordergrund geschoben wird, unakzeptabel ist.“ Nach seinen Worten rede man nicht über dieselben Prozentzahlen, sondern über ein Angebot mit einer Laufzeit von 40 Monaten statt der von der GDL geforderten 28 Monate. „Das bedeutet eine Entwertung des Tarifs über die Länge der Laufzeit von pro Jahr dann unter einem Prozent“, erklärte der GDL-Chef.
„Das ist für uns nicht verhandelbar. Das haben wir klar und deutlich gemacht. Am Ende des Tages verantwortet der Bahn-Konzern, weil zu einem Streit auch immer zwei gehören, dass die Auseinandersetzung auf dem Rücken der Fahrreisenden stattfindet“, sagte er gegenüber dem ZDF.
Züge der Deutschen Bahn (Archivbild) - SNA, 1920, 10.08.2021
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Auch Bahn-Personalvorstand Martin Seiler äußerte sich in einem separaten Interview mit dem ZDF-„Morgenmagazin“ am Mittwoch. Er betonte, der Konzern habe zwei Angebote vorgelegt. Das zweite sei ein deutlich verbessertes Angebot von 3,2 Prozent, genau das, was die GDL fordere. Auf die Frage der ZDF-Moderation über die Aussagen von Weselsky zur Tarifentwertung wies Seiler darauf hin, dass der Konzern der Gewerkschaft auch andere Angebote gemacht hatte, wie etwa Job-Tickets, Altersversorgung „auf branchenführenden Niveau“ sowie die Fortsetzung der Einstellungs- und Qualifizierungsoffensive.
„Wir liegen zugegebenermaßen in der Laufzeit auseinander, auch bei der Corona-Prämie“, gab der DB-Personalvorstand zu. Es sei aber Thema von Tarifverhandlungen, das auszuloten und zu Kompromissen zu kommen. „Das ist unserer Wunsch und unserer Appell an die GDL – genau das zu tun, und nicht mit überzogenen und eigentlich unnötigen Streiks die Fahrgäste am Ende darunter leiden zu lassen“, so Seiler.
„Es liegen alle Themen auf dem Tisch. Wir sind verhandlungsbereit zu jeder Zeit an jedem Ort“, fügte der Bahn-Personalvorstand gegenüber dem ZDF hinzu.
Hauptquartier der Deutschen Bahn - SNA, 1920, 10.08.2021
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Die GDL bestreikt seit dem frühen Mittwochmorgen den Personenverkehr und bereits seit Dienstagabend den Güterverkehr der Deutschen Bahn. Die Aktion soll am frühen Freitagmorgen enden. Auch weitere Streiks sind nicht ausgeschlossen. Über diese wird in der kommenden Woche entschieden.
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