Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Als Bundeskanzler werde ich im ersten Jahr für Tempo sorgen“: Scholz will Neustart beim Klimaschutz

© AP Photo / Markus SchreiberBundesfinanzminister Olaf Scholz (Archiv)
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (Archiv) - SNA, 1920, 11.08.2021
Abonnieren
Der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich in einem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ über den Wahlkampf und seine ersten Schritte, sollte er Kanzler werden, geäußert.
Keine andere Partei habe in Regierungsverantwortung so viel für den Klimaschutz getan wie die SPD, sagte der Politiker laut dem Interview. Das Klimaschutzgesetz, das am 25. Juni den Bundesrat passierte, trage die Handschrift der SPD, die es „gegen die Blockierer in CDU und CSU“ durchgesetzt habe.
„Als Bundeskanzler werde ich im ersten Jahr für Tempo sorgen. Das Baurecht, die Genehmigungs- und Beteiligungsverfahren müssen wir beschleunigen.“
Die Genehmigung einer Windkraftanlage etwa dürfe nicht sechs Jahre dauern, sondern sollte in sechs Monaten gelingen. Scholz betonte, dass Klimaschutz für die SPD ein „Industrieprojekt, kein Umerziehungskurs“ sei. Man müsse „anders leben, aber nicht schlechter“.
Scholz warnte, dass es „einige Konflikte“ geben werde, wenn Deutschland Energie klimaneutral erzeugen wolle, über den Bau von Windkraftanlagen, über Stromtrassen und anderes. Vor diesen Konflikten dürfe man sich aber nicht drücken, wenn Deutschland ein erfolgreiches Industrieland bleiben sollte. Die SPD spreche von „einem der größten Modernisierungsprozesse in der Geschichte unserer Industrie“.
„Wir können das Klima nicht nach der Devise schützen 'Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass'.“
Wahl zum 20. Deutschen Bundestag (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.08.2021
Aktuelle Erhebung zeigt: Union verliert drei Prozent und SPD erreicht besten Umfragewert seit 2018
Am Montag war in Genf ein Bericht über die physikalischen Grundlagen des Klimawandels veröffentlicht worden. Der Weltklimarat führt darin die Folgen der menschengemachten Erderwärmung drastischer vor Augen als je zuvor. Meeresspiegelanstieg, Eisschmelze, Hitzewellen, Dürren und Starkregen lassen sich demnach deutlich sicherer vorhersagen als bisher.
Selbst wenn es gelingen sollte, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, dürfte der Meeresspiegel Ende des Jahrhunderts um bis zu 62 Zentimeter höher sein als 1995 bis 2014. Klimaneutralität heißt, dass nur noch höchstens so viel Treibhausgas ausgestoßen wird wie Senken aufnehmen können.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала