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RKI räumt „gewisse Unsicherheit“ bei deutschen Impfquoten ein

© REUTERS / AXEL SCHMIDTDrive-in-Impfstelle in Berlin
Drive-in-Impfstelle in Berlin  - SNA, 1920, 11.08.2021
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Das Robert Koch-Institut (RKI) hat laut seiner offiziellen Webseite die Zahl der Geimpften aus dem Digitalen Impfquoten-Monitoring (DIM) mit der aus einer telefonischen Befragung verglichen.
Zwischen dem 28. Juni und dem 13. Juli befragte RKI den Angaben zufolge 1005 Erwachsene, von denen 84,5 Prozent sagten, sie seien bereits mindestens einmal geimpft worden. 59 Prozent sagten, sie seien vollständig gegen Covid-19 geimpft, hieß es in dem am Dienstagveröffentlichten Covid-19 Impfquoten-Monitoring in Deutschland (COVIMO).
Die Studie soll aber eine Diskrepanz zu den Angaben des Meldesystems DIM ergeben haben, worin laut RKI Daten aus Meldungen von Impfzentren, Krankenhäusern, mobilen Impfteams und Betriebsmedizinern sowie von den niedergelassenen Ärzten und Privatärzteneinfließen.
„Bei der hier berichteten letzten Datenerhebung waren die Impfquoten für die mindestens einmal Geimpften in COVIMO jedoch um einiges höher als in DIM.“
Der Unterschied sei in der Altersgruppe der 18-59-Jährigen besonders auffällig: 59 Prozent in DIM gegenüber 79 Prozent in COVIMO. RKI zufolge soll die tatsächliche Impfquote voraussichtlich zwischen den Werten beider Quellen liegen. In Bezug auf die Impfquoten zu vollständig Geimpften habe hingegen kein wesentlicher Unterschied vorgelegen.
Es werden verschiedene Erklärungsansätze angeführt. Ein Punkt ist die Erfassung der Impfungen mit dem Johnson & Johnson-Serum, bei dem nur eine Dosis für den vollen Schutz vorgesehen ist. Vertragsärzte meldeten diese Immunisierungen ausschließlich als zweite Impfdosen, zudem sei keine Zuordnung von Impfstoff und Altersgruppe möglich, erläutert das Institut.
Darüber hinaus soll bisher nur etwa die Hälfte der beim Meldesystem registrierten Betriebsärzte Impfungen über die Webanwendung gemeldet haben.
„Dies könnte ein Hinweis auf eine Untererfassung der Impfquoten durch DIM sein.“
Die RKI-Fachleute diskutieren weitere denkbare Einflussfaktoren, etwa potenzielle Verzerrungen in der Befragung, die zu einer Überschätzung der Quote führen könnten, etwa Selektionsbias. Es könne davon ausgegangen werden, dass Menschen, die Impfungen befürworten, eher mitmachen als Verweigerer. Außerdem hätten Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse nicht an den Interviews teilnehmen können.
Für beide Aspekte geben die Autoren aber zu bedenken, dass dann auch bei den vollständig Geimpften eine größere Abweichung zwischen den Quellen hätte auftreten müssen. Dazu hätten in den früheren fünf Erhebungen der vergangenen Monate die Impfquoten von DIM und COVIMO auf einem vergleichbaren Niveau gelegen. Das Institut betont, dass alle berichteten Daten und Schlussfolgerungen als vorläufig zu betrachten seien.
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