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Ölleck vor russischem Schwarzmeer-Hafen - Verschmutzung wesentlich umfangreicher als angegeben

© SNA / Witali Timkiw / Zur BilddatenbankÖlterminal in Noworossijsk
Ölterminal in Noworossijsk - SNA, 1920, 11.08.2021
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Die Verschmutzung der Meeresfläche nach der Havarie bei der Einspeisung eines Öltankers nahe des russischen Hafens Noworossijsk vor vier Tagen hat sich als 400.000 Mal größer erwiesen, als zuvor gemeldet worden war. Davon zeugen die Satellitenangaben am Mittwoch. Die Ölpest könnte aber Experten zufolge heute noch komplett verschwinden.
Wie das Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) zuvor mitteilte, wurden etwa zwölf Kubikmeter Öl ins Schwarze Meer freigesetzt und die Fläche der Ölpest machte rund 200 Quadratmeter aus. Doch als das Institut für Ozeanografie und das Institut für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften die Aufnahmen des Satelliten Sentines-1 analysiert haben, stellten sie fest, dass die Fläche der Meeresverschmutzung bei 80 Quadratkilometern liegt.
„Am 8. August erstreckte sich der Ölteppich auf 19 Kilometer von der Küste ins offene Meer“, hieß es auf der Webseite des Instituts für Weltraumforschung.
Zu der Ölfreisetzung kam es am 7. August, als eine Fernladevorrichtung des Pipeline-Konsortiums CPC den griechische Öltanker „Minerva Symphony“ mit Öl beladen hat. Das Terminal befindet sich fünf Kilometer von der Küste entfernt. CPC berichtete, dass die Ölpest noch am selben Tag eingedämmt worden sei. Dafür seien 17 spezielle Schiffe eingesetzt worden. Außerdem seien Sperranlagen installiert worden. Derzeit beschäftigen sich unter anderem unabhängige Labore mit der Messung des Wasser- und Luftzustandes in den an das Seeterminal angrenzenden Gebieten.
Wie der leitende Forscher des Instituts für Ozeanografie, Andrej Kostyanoj, mitteilte, könnte der Ölteppich bis zum Ende des Tages praktisch verschwinden, da Leichtölfraktionen in der Sonne schnell verdunsten.
„Da das Wetter heiß ist, ist die Volatilität hoch, bis zu etwa 50 Prozent des Ölvolumens verdunsten in den ersten zwölf Stunden. Es hängt davon ab, was freigesetzt wurde - Dieselkraftstoff oder Heizöl“, erklärte Kostyanoj.
Dies wird ihm zufolge auf dem heute erwarteten Satellitenbild zu sehen sein. „Mal sehen, ob im Meer noch etwas übrig ist. Es ist unwahrscheinlich, dass wir auf dem Bild etwas sehen. Aber im Prinzip sollte das alles in vier Tagen verschwinden.“
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Die CPC-Pipeline verbindet Ölfelder in Westkasachstan und russische Felder auf dem Kaspischen Schelf mit einem Marineterminal in Noworossijsk. Seine Länge beträgt 1511 Kilometer. 2018 schloss das Unternehmen ein Erweiterungsprojekt ab, das die Kapazität der Pipeline auf 67 Millionen Tonnen Öl pro Jahr erhöhte. Derzeit wird daran gearbeitet, die Kapazität auf 72,5 Millionen Tonnen zu erhöhen.
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