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Moskau wertet Kiews Flugabwehr-Vorschlag als Provokation

© SNA / Maksim BlinowRusslands Außenministerium
Russlands Außenministerium - SNA, 1920, 11.08.2021
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Kiew hat seinen Partnern in den USA vorgeschlagen, amerikanische Flugabwehrsysteme auf ukrainischem Boden zu stationieren. Das russische Außenministerium sieht den Vorschlag als abermaligen Beweis für den Willen der Kiewer Führung zur Provokation.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte am heutigen Mittwoch im russischen Fernsehen, der Vorschlag zur Stationierung amerikanischer Flugabwehrraketen in der Ukraine sei der Beweis dafür, „worüber wir seit Jahren sprechen, was Kiew aber zu entkräften sucht: nämlich der Beweis für die provokative Politik der Ukraine gegenüber Russland“.
Eine Politik dieser Ausrichtung sei nicht im Interesse der Ukrainer, das ukrainische Volk „braucht das nicht“. Erklärungen von der Art des Vorschlags zur Stationierung der Flugabwehr bedienten lediglich die Interessen einer Lobbygruppe des „kollektiven Westens“ mit ihrem Bemühen um die Destabilisierung der Lage in der Ukraine.
Der ukrainische Vize-Ministerpräsident Alexej Resnikow (Archivbild) - SNA, 1920, 10.08.2021
Die Ukraine will US-Luftabwehrsysteme auf ihrem Gebiet stationieren lassen

US-Flugabwehr in der Ukraine

Der ukrainische Vize-Premierminister Alexej Resnikow hatte im Gespräch mit dem amerikanischen Geopolitiker Glenn Howard, Präsident der Jamestown Foundation, am vergangenen Dienstag erklärt, dass man aus Sorge um die Sicherheit der Ukraine amerikanische Flugabwehrraketen auf ukrainischem Gebiet stationieren könne.
Resnikow, der im Kiewer Regierungskabinett unter anderem die „Reintegration der zeitweise besetzten ukrainischen Gebiete“ verantwortet, sagte in dem Gespräch, es sei wichtig, Sicherheitsmaßnahmen im Sinne der Ukraine zu erweitern, „durch den Einsatz von Luftverteidigungskräften und ja auch durch den Einsatz von US-Einheiten“. Die ukrainische Rechtslage lasse dies nach Darstellung des Vize-Premiers zu.

Kiews „fataler Fehler“

Als Grund für seinen Vorstoß nannte Resnikow die angeblichen Pläne Moskaus zur Verlegung von Kernwaffen auf die Halbinsel Krim. In Kiew sei man diesbezüglich „besonders besorgt“. Mitte April hatte der ukrainische Verteidigungsminister Andrej Taran in einer Rede vor dem EU-Parlament gesagt, Russland bereite die Krim auf die mögliche Stationierung von Atomwaffen vor. Belege dafür legte er nach Informationen von Reuters nicht vor.
Zuvor hatte der Fraktionsvorsitzende der ukrainischen Regierungspartei „Diener des Volkes“, David Arachamija, im ukrainischen Fernsehen gesagt, es sei ein fataler Fehler der Ukraine gewesen, auf Kernwaffen zu verzichten. Damit habe Kiew sich selbst die Möglichkeit genommen, die ganze Welt unter Druck zu setzen, sagte der ukrainische Regierungspolitiker. „Wir hätten die ganze Welt erpressen können, man hätte uns Geld für den Unterhalt gegeben, wie es jetzt in vielen anderen Ländern geschieht.“
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