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„Klinischer Feldversuch“: FPÖ-Chef Kickl hält nichts von Corona-Impfung

© AFP 2021 / ALEX HALADAFPÖ-Chef Herbert Kickl bei einer Pressekonferenz zur Präsentation ihrer Wahlplakate für die Nationalratswahlen in Wien am 23. August 2019.
FPÖ-Chef Herbert Kickl bei einer Pressekonferenz zur Präsentation ihrer Wahlplakate für die Nationalratswahlen in Wien am 23. August 2019.  - SNA, 1920, 11.08.2021
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Herbert Kickl, der Chef der rechten österreichischen FPÖ, hat sich am Mittwoch auf einer Pressekonferenz klar gegen die Corona-Impfung ausgesprochen, jeglichen „Impfdruck“ abgelehnt und einen Strategiewechsel in der Bekämpfung von Coronavirus gefordert.
„Ich bin ungeimpft und es ist auch meine Absicht, das in weiterer Folge auch zu bleiben“, zitierte der „Kurier“ Kickl – „gerade dann, wenn der Impfdruck von offizieller Seite immer mehr erhöht wird.“ Zwar habe er „überhaupt kein Problem damit“, wenn sich jemand impfen lässt, es sei aber eine „verantwortungslose Vorgangsweise“, Druck auszuüben. Denn dies führe dazu, dass sich Bürger aus Angst vor beruflichen Nachteilen, aus Sorge vor Mobbing der Kinder in der Schule oder Benachteiligungen anderer Art impfen lassen. Er sei „guten Gewissens ungeimpft“, weil er sich das schlechte Gewissen von der Bundesregierung „und ihren Handlangern“ nicht einreden lassen wolle.
Mit den „de facto Berufsverboten“, die „weit über den Gesundheitsbereich“ hinaus gehen würden, und dem Druck in den Schulen trete genau das ein, wovor die FPÖ immer gewarnt habe, nämlich ein indirekter Impfzwang, befand Kickl. Und es bleibe ja nicht bei einem Stich oder einem zweiten, sondern es handle sich um eine „never ending story“. Das Ziel der FPÖ sei es, diese zu durchbrechen und das „Prinzip der Freiwilligkeit“ wieder zu etablieren, sagte Kickl, der die Corona-Impfung als einen „klinischen Feldversuch“ bezeichnete.
Da die Impfung „nicht das hält, was die Politik verspricht“, müsse es eine Änderung der Strategie geben. „Möglicherweise ist es ein falscher Ansatz, nur das Virus zu bekämpfen. Vielleicht wäre es sinnvoller, den Wirt zu stärken“, forderte Kickl „Präventionsmaßnahmen“.
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Auf Nachfrage meinte er, so die „Kleine Zeitung“, es gehe dabei um die Stärkung des Immunsystems: „Es gibt viele Möglichkeiten“, etwa „Vitaminpräparate“, die Empfehlung, „mit Bitterstoffen zu arbeiten“, sich möglichst viel an frischer Luft zu bewegen „und einen zwischenmenschlichen Umgang zu pflegen, der nicht von Angst dominiert ist“. Darüber hinaus forderte er den „verstärkten Einsatz von Medikamenten“ und mehr Unterstützung der Forschung in diesem Bereich.
Dass die Forderung der Regierung aktuell hingegen laute, noch mehr zu impfen, sei ein „Schlag ins Gesicht des Hausverstandes“. „Das Ganze hat nichts mehr mit Gesundheitspolitik zu tun, sondern es geht um beinharte Geschäftsinteressen der Pharmaindustrie.“ An die Ärzteschaft appellierte Kickl, kritisch zu sein: Die „kritiklose Massenabfertigung im Zusammenhang mit dem Impfen“ gehe mit dem Berufsethos „gar nicht zusammen“.
Kickl forderte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auf, eine eidesstattliche Erklärung zu unterzeichnen, dass es in Österreich weder einen direkten noch einen indirekten Impfzwang geben werde. Darüber hinaus wolle die FPÖ ein Gesetz, das die Diskriminierung der Ungeimpften verbietet.
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