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Historischer Einbruch bei Ausbildungsverträgen in Corona-Krise

© AP Photo / Martin MeissnerFrau mit Mundschutz geht einem wegen des Corona-Lockdowns geschlossenen Geschäft vorbei
Frau mit Mundschutz geht einem wegen des Corona-Lockdowns geschlossenen Geschäft vorbei - SNA, 1920, 11.08.2021
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Die Corona-Krise hat zu einem historischen Rückgang der Ausbildungszahlen in Deutschland geführt. Noch nie seit Beginn der Statistik vor über 40 Jahren hat es in einem Jahr so wenige neue Auszubildende gegeben.
Im vergangenen Jahr wurden 465.700 Verträge für eine Lehre in der dualen Berufsausbildung geschlossen, das waren 47.600 oder 9,3 Prozent weniger als 2019, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Es handle sich um den größten prozentualen Rückgang seit dem Beginn der Zeitreihe 1977.

Größter Einbruch bei Touristik, im Gast- und Verkehrsgewerbe

„Die Zahl der Neuverträge befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Noch nie seit Beginn der Statistik vor über 40 Jahren hat es in einem Jahr weniger als 500.000 neue Azubis gegeben“, erklärte Rotraud Kellers aus dem für die Berufsbildungsstatistik zuständigen Referat im Statistischen Bundesamt in Wiesbaden.
„Besonders deutlich gingen die Neuabschlüsse im Gast- und Verkehrsgewerbe zurück, also in sehr stark von den Corona-Maßnahmen betroffenen Branchen.“
Im Ausbildungsbereich Industrie und Handel, zu dem das Gast- und Verkehrsgewerbe gehören, sank die Zahl der Neuabschlüsse 2020 am stärksten mit fast zwölf Prozent oder 36.000 weniger neuen Azubi-Verträgen. Die größten Rückgänge gab es dort bei Tourismuskaufleuten mit fast zwei Drittel weniger neuen Ausbildungsverträgen (minus 61,1 Prozent), gefolgt von Hotelfachmännern und -frauen (minus 31 Prozent) und Kochausbildungen (minus 19,8 Prozent).
Geld (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.08.2021
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Im Handwerk fiel der Rückgang bei den Lehrverträgen mit minus 6,5 Prozent oder 9000 weniger neuen Verträgen geringer aus. Während deutlich weniger junge Menschen eine Lehre zum Friseur oder zur Friseurin begannen (minus 18,6 Prozent), gab es mehr Verträge für Dachdecker (plus 3,9 Prozent), Zimmerer (plus 11,7) und Zweiradmechatroniker (plus 13,1), die aber bei den absoluten Zahlen wenig ins Gewicht fallen.
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