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China verurteilt Kanadier zu elf Jahren Haft wegen Spionage

© CC0 / PPPSDavid / PixabayChinesische Flagge (Symbolbild)
Chinesische Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.08.2021
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Der kanadische Staatsangehörige Michael Spavor ist am Mittwochmorgen (Ortszeit) zu elf Jahren Haft verurteilt worden, das entsprechende Urteil wurde vom Mittleren Volksgericht in Dandong veröffentlicht.
Grund für die Verurteilung seien „Spionage im Ausland und Weitergabe der Staatsgeheimnisse“, so das Urteil. Außerdem beschloss das Gericht, Spavors Vermögen im Wert von 50.000 Yuan (ungefähr 6577 Euro) zu beschlagnahmen und ihn ins Heimatland zu deportieren. Das Gericht gab nicht bekannt, wann die Abschiebung stattfindet.
Die Entscheidung wurde vom kanadischen Botschafter in China, Dominic Barton, kritisiert. Ihm zufolge fehlte es „an Gerechtigkeit und Transparenz“. Außerdem wurden keine Informationen über den Gerichtstermin für den ehemaligen kanadischen Diplomaten Michael Kovrig gegeben, der auch im Dezember 2018 der Spionage beschuldigt worden war.
Die kanadische Regierung verurteilte das Urteil aufs Schärfste und bezeichnete die Festnahme als „willkürlich“. Der Ministerpräsident Justin Trudeau betonte, dass Spavors Freilassung nach wie vor die oberste Priorität für die kanadische Regierung habe.
„Das Urteil gegen Herrn Spavor fällt nach mehr als zweieinhalb Jahren willkürlicher Inhaftierung, mangelnder Transparenz im Gerichtsverfahren und einem Verfahren, das nicht einmal den vom Völkerrecht geforderten Mindeststandards entsprach.“
„Obwohl wir mit den Vorwürfen nicht einverstanden sind, wissen wir, dass dies der nächste Schritt im Prozess ist, Michael nach Hause zu bringen. Und wir werden ihn weiterhin in dieser herausfordernden Zeit unterstützen“, sagte Spavors Familie in einer Erklärung.
Der US-Außenminister Antony Blinken rief China dazu auf, die kanadischen Staatsbürger Spavor und Kovrig „unverzüglich und bedingungslos“ freizulassen.
„Die Praxis einer willkürlichen Inhaftierung von Einzelpersonen, um einen Einfluss auf die ausländischen Regierungen auszuüben, ist völlig inakzeptabel. Menschen sollten nie als Tauschobjekte benutzt werden.“
Kanadier Robert Schellenberg (Archivbild) - SNA, 1920, 10.08.2021
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