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„Aus Liebe gehandelt“: Millionen-Affäre im Wiener Hotel Sacher – Chefbuchhalterin steht vor Gericht

© AFP 2021 / Joe KlamarHotel Sacher in Wien (Symbolbild)
Hotel Sacher in Wien (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.08.2021
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Eine langjährige Mitarbeiterin des weltberühmten Hotels Sacher in Wien hat über eine Million Euro entwendet und könnte dafür nun bis zu zehn Jahre im Gefängnis verbringen. Die Details der Affäre gab das Portal „Heute.at“ am Mittwoch bekannt.
Am kommenden Dienstag soll die Verdächtige nach Angaben in Wien vor Gericht gehen. Der nun ehemaligen Chefbuchhalterin des Hotels Sacher wird unterstellt, sie habe zwischen April und Dezember 2020 über eine Million Euro auf ihr privates Sparkonto überwiesen und an ihre zwei Kinder weitergeleitet. Als Grund nannte die 49-jährige Schulden ihres Sohns, der lange Zeit über seine Verhältnisse gelebt hätte. „Er fragte mich täglich um Geld, und ich hatte Angst, dass ihm etwas passieren könnte“, erklärte sie. Man habe ihm gedroht, ihn zu schlagen oder umzubringen, sollte er nicht zahlen.
„Ich habe keinen anderen Ausweg mehr gesehen“, zitiert das Portal die Buchhalterin.
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Laut „Heute“ wurde die Millionen-Summe in sechs Tranchen vom Sacher-Konto abgezweigt. Dann sollte aber auch die Tochter der Frau davon profitieren. „Ich hatte ein schlechtes Gewissen, da nur mein Sohn so viel Geld bekommen hat“, sagte die Verdächtige, die nach der Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses mit dem Hotel Ende 2020 die Schulden in monatlichen Raten zurückzahlt. Aus Justizkreisen heißt es, dass der tatsächliche Schaden noch höher sein könnte.
„Sie hat ganz klar aus Liebe gehandelt“, kommentierte auf „Heute“-Anfrage Astrid Wagner, die Anwältin der Verdächtigen. Laut Wagner ist ihre Klientin ihrer Tätigkeit im Hotel Sacher 30 Jahre lang nach bestem Wissen und Gewissen nachgegangen und war bisher völlig unbescholten. „Das Beweisverfahren wird zeigen, in welcher extremen Ausnahmesituation sie sich befunden hat“, fügte die Anwältin hinzu.
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