Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Lokführer streiken ab Mittwoch – was Bahnreisende jetzt wissen müssen

© AP Photo / Michael ProbstZüge der Deutschen Bahn (Archivbild)
Züge der Deutschen Bahn (Archivbild) - SNA, 1920, 10.08.2021
Abonnieren
Millionen Reisende und Pendler müssen sich ab Mittwoch auf einen flächendeckenden Streik im Bahnverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat sich zu diesem Arbeitskampf entschlossen. Tarifverhandlungen über Lohnerhöhungen zwischen GDL und der Deutschen Bahn sind gescheitert.
Die GDL hat sich in einer Ur-Abstimmung zum Streik entschieden. Das berichteten am Dienstag mehrere Medien. Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky befürworte laut Deutschlandfunk (DLF) das „klare Votum für einen Arbeitskampf“.
„In den Tarifverhandlungen hatte die GDL 3,2 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten gefordert. Es gab jedoch unter anderem bei der Laufzeit keine Einigung mit dem bundeseigenen Unternehmen.“ Damit ist die Deutsche Bahn AG (DB) gemeint. „Den Arbeitskampf verantwortet das Management der DB AG“, sagte der GDL-Chef.
Die gewerkschaftlich organisierten Lokführer – auch Triebfahrzeugführer genannt – und Zugbegleiter wollen bereits am Dienstag ab 19 Uhr mit Streiks im Güterverkehr beginnen, um die Bahn-Tochter DB Cargo empfindlich zu treffen. „In den kommenden Tagen drohen auch Reisenden massive Probleme“, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Und:
„Wer in nächster Zeit mit der Bahn fahren möchte, steht womöglich vor großen Problemen und vergeblich am Gleis.“
Ein Zug der Deutschen Bahn - SNA, 1920, 08.06.2021
Bahn-Verspätungen und Zugausfälle möglich: Deutsche Lokführergewerkschaft plant Streik

Streik: Pläne und Folgen

Laut den Streik-Plänen sollen ab Mittwoch (zwei Uhr nachts) für 48 Stunden die Führerstände der Loks leer bleiben. Mit diesem Zeitfenster versuche die GDL, „den Ferien- und Wochenendverkehr nicht zu stark zu beeinträchtigen“. Auch Regionalverkehr und S-Bahnen könnten von der Arbeitsniederlegung betroffen sein. „Millionen Urlaubern und Pendlern drohen damit massive Auswirkungen.“ Verkehrsexperten raten in diesem Zeitraum von Bahnreisen ab.
Bahnkunden können „unabhängig von Streiks von geplanten Zugfahrten zurücktreten und sich den Fahrpreis erstatten lassen, wenn eine Verspätung von mehr als 60 Minuten zu erwarten ist. Wer trotzdem in den Zug steigt, für den gelten die üblichen Entschädigungsregeln: Bei 60 Minuten Verspätung 25 Prozent des Fahrpreises, ab 120 Minuten 50 Prozent.“
Möglich sei außerdem, dass weitere Streiks in den nächsten Wochen folgen. Die Bahn solle so „die Möglichkeit bekommen, über die Lage nachzudenken“, argumentiert die Gewerkschaft. Massive Ausfälle und enorme Kosten würden drohen. „Als die GDL unter Führung Weselskys 2014 und 2015 die Arbeit niederlegte, war von zehn Millionen Euro Ausfall pro Streiktag die Rede. Die Streiks der Gewerkschaft gelten als besonders wirksam, weil die GDL nach eigenen Angaben etwa 80 Prozent der Lokführer der Bahn sowie 40 Prozent der Zugbegleiter vertritt.“
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала