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China beruft Botschafter aus Litauen ab

© CC0 / PublicDomainPictures / PixabayChinesische Flagge (Symbolbild)
Chinesische Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.08.2021
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Peking hat angekündigt, den chinesischen Botschafter aus Vilnius abzuberufen, da die litauischen Behörden Taiwan genehmigt haben, ein „Repräsentationsbüro“ im Land zu eröffnen. Dies ist einer Mitteilung des chinesischen Außenministeriums von Dienstag zu entnehmen.
„Vor kurzem hat die litauische Regierung unter Missachtung der wiederholten Vorhaltungen Chinas und der Hinweise bezüglich möglicher Konsequenzen ihre Entscheidung bekannt gegeben, den taiwanesischen Behörden die Eröffnung eines 'Repräsentationsbüros' unter dem Namen 'Taiwan' zu gestatten. Die Entscheidung verstößt unverschämterweise gegen den Geist des Kommuniqués über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Litauen und untergräbt Chinas Souveränität und territoriale Integrität“, teilte die chinesische Behörde mit.
Die chinesische Regierung spreche sich kategorisch gegen diesen Schritt aus. „China hat beschlossen, seinen Botschafter in Litauen abzuberufen, und forderte die litauische Regierung auf, ihren Botschafter in China abzuberufen.“
Peking warnte die litauische Seite, dass „es nur ein China auf der Welt gibt und die Volksrepublik China die einzige legale Regierung ist, die ganz China vertritt“.
„Das Ein-China-Prinzip ist eine weithin anerkannte Norm der internationalen Beziehungen und ein gemeinsamer Konsens der internationalen Gemeinschaft. Es ist die politische Grundlage für China, bilaterale Beziehungen zu anderen Ländern aufzubauen“, hieß es weiter.
China forderte Litauen auf, die „falsche Entscheidung“ unverzüglich zu korrigieren und den falschen Weg nicht weiter zu beschreiten.
Die Rakete vom Typ Langer Marsch 2F Y12  mit chinesischen Astronauten in einem Shenzhou-12-Raumschiff startet am Jiuquan Satellite Launch Center im Nordwesten Chinas, 17. Juni 2021. - SNA, 1920, 03.08.2021
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Taiwans Außenminister Joseph Wu hatte zuvor bekanntgegeben, das Büro in Vilnius werde den umstrittenen Namen 'taiwanisches Repräsentationsbüro' tragen (Die Vertretungen im Ausland heißen üblicherweise „Taipeh-Büro“ – Anm. d. Red.). Er bezeichnete die Einrichtung des Büros in Litauen als einen „sehr wichtigen“ Schritt.
Litauens Ministerin für Wirtschaft und Innovation, Ausrine Armonaité, gab ihrerseits bekannt, dass im Zeitraum von Oktober bis November eine litauische Handelsmission in Taiwan eröffnet werde.
Die Taiwan-Frage hat ihren Ursprung im chinesischen Bürgerkrieg von 1927 bis 1949 zwischen den Kommunisten unter Mao Zedong und der Kuomintang-Partei unter Chiang Kai-shek. Letzterer flüchtete nach der Niederlage auf dem Festland und der Ausrufung der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 mit seinen Truppen auf die Insel Taiwan. Ende der 1980er Jahre wurden die geschäftlichen und informellen Kontakte zwischen der Insel und dem chinesischen Festland wieder aufgenommen. Seit den frühen 1990er Jahren begannen sie, über Nichtregierungsorganisationen Kontakt aufzunehmen.
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