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 - SNA, 1920
Afghanistan
Aktuelle Nachrichten aus Afghanistan

Bundesregierung will afghanische Helfer schneller nach Deutschland holen – Scholz

© SNA / Said Sakeria  / Zur BilddatenbankMenschen auf einer Straße in Kabul
Menschen auf einer Straße in Kabul - SNA, 1920, 10.08.2021
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Die Bundesregierung will nach Worten von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) afghanische Bundeswehr-Helfer und deren Familien schneller nach Deutschland holen. Dies erklärte er gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
„Wir diskutieren, ob es Möglichkeiten gibt, den Transport zu beschleunigen, um die Betroffenen schneller auszufliegen“, so der SPD-Kanzlerkandidat. Ferner fügte er hinzu:
„Das kann Deutschland aber nicht alleine entscheiden, da geht es um eine enge Abstimmung mit der afghanischen Regierung.“
Es liefen intensive Bemühungen, betonte Scholz.
Grund für die Bemühungen der Bundesregierung ist der gewaltsame Vormarsch der Taliban*.
Deutsche Soldaten mit einem Wolf auf Patrouillenfahrt durch Kabul im Hintergrund die Ruine des Kings Palace.  - SNA, 1920, 09.08.2021
Afghanistan
Bundeswehr zurück nach Afghanistan? Röttgens Vorstoß erzeugt Unmut
Den Vorschlag eines weiteren Militäreinsatzes, wie ihn der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen am Wochenende erwog, lehnte Scholz ab: „Einen weiteren Militäreinsatz in Afghanistan halte ich für unangezeigt.“ Er erläuterte:
„Nach 20 Jahren hat sich die internationale Gemeinschaft gerade zurückgezogen. National wie international gibt es keinerlei Bestrebungen für einen abermaligen Einsatz.“
Amerikaner in Afghanistan (Archivbild) - SNA, 1920, 07.08.2021
Afghanistan
Afghanistan: Bürgerkrieg, Flüchtlingskrise und Deutschlands Verantwortung

Kritik an der Bundesregierung

Die Bundesregierung steht in der Kritik, dass sie nach dem Truppenabzug ihre afghanischen Helfer im Stich lasse. Beispielweise äußerte sich FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff gegenüber der „Welt“:
„Die halbherzige Unterstützung der Bundesregierung für afghanische Ortskräfte, die die Bundeswehr in ihrem 20-jährigen Einsatz tagtäglich unterstützt haben, ist beschämend.“
Der Regierung sei der „moralische Kompass völlig verloren gegangen“, sagte der Vorsitzende des Patenschaftsnetzwerks Afghanischer Ortskräfte, Marcus Grotian, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Die selbst zu organisierenden Ausreiseverfahren zögen sich in die Länge.
Anfang August hatten deutsche Medien unter Berufung auf eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes berichtet, dass nach Stand vom 29. Juli mehr als 1300 afghanische Helfer von Bundeswehr und Polizei nach Deutschland eingereist sein sollen.
Am 26. Juli hatte DPA unter Berufung auf das Auswärtige Amt gemeldet, dass bisher circa 2400 Einreiseerlaubnisse für afghanische Helfer ausgestellt worden seien.
Die Bundeswehr hatte Ende Juni nach fast 20 Jahren die letzten Soldaten aus Afghanistan abgezogen.
Menschen auf einer Straße in Kabul - SNA, 1920, 02.08.2021
Afghanistan
USA weiten Umsiedlungs-Programm für afghanische Ortshelfer aus
Die Zusammenstöße zwischen Afghanistans Regierungstruppen und der radikal-islamistischen Taliban-Bewegung verschärften sich nach der Ankündigung von US-Präsident Joe Biden am 14. April, den US-Einsatz in Afghanistan zu beenden. Die Taliban haben in ländlichen Gebieten bereits bedeutende Gebiete erobert und eine Offensive gegen Großstädte gestartet. Mehr als 95 Prozent der US-Truppen haben das Land bereits verlassen. Schluss mit dem US-Einsatz sollte ursprünglich am 11. September sein, doch laut Biden endet die Mission etwas früher, nämlich am 31. August.
Im Jahr 2020 unterzeichneten Washington und Vertreter der Taliban das erste Friedensabkommen seit mehr als 18 Jahren Krieg. Es sieht den Abzug ausländischer Truppen und den Beginn eines innerafghanischen Dialogs nach einem Gefangenenaustausch vor.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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