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Künstlerschei*e und Vulva-Blumen: So skandalös kann die Kunst sein – Fotos

CC BY 3.0 / Jens Cederskjold / Wikimedia CommonsPiero Manzoni, Artist's Shit, 1961
Piero Manzoni, Artist's Shit, 1961 - SNA, 1920, 09.08.2021
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An diesem Montag wird der internationale Ehrentag der Kunst begangen. Aus diesem Anlass haben wir eine Auflistung von Kunst-Installationen vorbereitet, die seinerzeit Schlagzeilen machten und heute immer noch diskutiert werden.
Im Jahr 2020 gab es rund 7,23 Millionen Personen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren, die besonderes Interesse an der Kunst- und Kulturszene hatten, teilt das Portal Statista mit. 21,58 Millionen Menschen sind in Deutschland daran mäßig interessiert. 41,82 Millionen haben dagegen keine Lust, Kunstausstellungen zu besuchen.
Die folgenden sieben Installationen waren seinerzeit selbst denjenigen bekannt, die an Kunst kaum Interesse hatten, denn die Werke wurden weit und breit diskutiert und riefen bei vielen Menschen Empörung hervor.

„Künstlerscheiße“, 1961

Der italienische Konzeptkünstler Piero Manzoni hatte 1961 seine unvergessliche Spur in der Kunstgeschichte hinterlassen. Diese hatte aber einen ebenso unvergesslichen Geruch. Er füllte… seine eigenen Fäkalien in 90 Konservendosen zu jeweils 30 Gramm. Manzoni verschloss die Dosen, nummerierte sie von 001 bis 090 durch und beschriftete diese Kunstwerke mit „Merda d’artista“ (deutsch: Künstlerscheiße) in mehreren Sprachen. Schon damals wurde der Schatz zum Goldpreis verkauft. Manche Exemplare landeten in verschiedenen Privatsammlungen weltweit. Eine Dose wurde im Jahr 2008 sogar für stolze 97.250 englische Pfund (umgerechnet ca. 132.000 Euro) in dem berühmten Auktionshaus Sotheby´s versteigert. Na ja, Geld stinkt nicht, Kunst wohl auch.
CC BY 3.0 / Jens Cederskjold / Wikimedia CommonsPiero Manzoni, Artist's Shit, 1961
Piero Manzoni, Artist's Shit, 1961 - SNA, 1920, 09.08.2021
Piero Manzoni, Artist's Shit, 1961

„Hutständer, Tisch und Stuhl“, 1969

Der britische Pop-Art-Künstler Allen Jones schuf im Jahr 1969 eine Skulpturenserie, die sozusagen Frauen vermöbelte. Seine „Hatstand, Table and Chair“ (deutsch: Hutständer, Tisch und Stuhl) bestand aus nackten oder halbnackten Frauenfiguren, die entweder auf allen Vieren stehen und ihren Po recken oder ihre Unterschenkel als Lehne anlehnen. Man warf Jones vor, den weiblichen Körper missbraucht und verdinglicht zu haben.
© AFP 2021 / CARL COURTDie Skulptur des britischen Pop-Art-Künstlers Allen Jones „Der Stuhl”
Die Skulptur des britischen Pop-Art-Künstlers Allen Jones „Der Stuhl”
 - SNA, 1920, 09.08.2021
Die Skulptur des britischen Pop-Art-Künstlers Allen Jones „Der Stuhl”

„The Dinner Party“, 1979

Diese Installation der US-amerikanischen Künstlerin Judy Chicago machte wegen der provokativen Kunst auch Schlagzeilen in den Medien. „The Dinner Party“ sollte die Geschichte der Frauen anhand einzelner Personen darstellen. Chicago verwendete 39 Gedecke und servierte diese auf einem Tisch, wobei jedes Gedeck für eine bekannte Frau aus der Geschichte oder Mythologie stand. Skandalös waren Motive auf den Porzellantellern – dort waren nämlich Blumen oder Schmetterlinge zu sehen, in denen anatomische Variationen der Vulva erkennbar waren.
CC BY-SA 4.0 / Bee1120 / Wikimedia Commons (cropped)Tischläufer und Gedeck für Virginia Woolf
Tischläufer und Gedeck für Virginia Woolf - SNA, 1920, 09.08.2021
Tischläufer und Gedeck für Virginia Woolf

„Umsäumte Inseln“, 1983

Das bulgarisch-französische Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude ist durch seine Verhüllungsaktionen an Gebäuden bekannt. Unter anderem verhüllten sie 1995 das Berliner Reichstagsgebäude mit aluminiumbedampftem Polypropylengewebe. Skandalös war aber das Projekt „Surrounded Islands“ (deutsch: Umsäumte Inseln), das das Paar 1983 in der Meeresbucht Biscayne Bay im Bereich der Stadt Miami (US-Bundesstaat Florida) realisierte. Damals umhüllten die beiden elf Inseln der Bucht mit rosafarbenem Polypropylengewebe. Die Stoffbahnen ragten von jeder Insel jeweils etwa 60 Meter weit auf die Wasseroberfläche. Umweltaktivisten machten sich Sorgen wegen der Auswirkungen von synthetischem Kunststoff mit einer Fläche von mehr als 600.000 Quadratmetern auf die lokale Flora und Fauna.
© AFP 2021 / VALENTINA PETROVADas Projekt des Künstlerpaares Christo und Jeanne-Claude „Surrounded Islands“
Das Projekt des Künstlerpaares Christo und Jeanne-Claude „Surrounded Islands“
 - SNA, 1920, 09.08.2021
Das Projekt des Künstlerpaares Christo und Jeanne-Claude „Surrounded Islands“

„Saddam-Hai“, 2005

Der tschechische Bildhauer David Černý stellte den Kunstlilebhabern bei der Biennale in Prag 2005 den in Formaldehyd eingelegten „Hai“ vor. Dieser sah dem irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein ähnlich, dem die Hände auf dem Rücken gefesselt waren. Viele kritisierten Černý scharf, weil Hussein in dieser Installation als Opfer dargestellt worden sei.
© AFP 2021 / MICHAL CIZEKDas Werk des tschechischen Bildhauers David Černý „Hai”
Das Werk des tschechischen Bildhauers David Černý „Hai” - SNA, 1920, 09.08.2021
Das Werk des tschechischen Bildhauers David Černý „Hai”

„Weihnachtsbaum“, 2014

Eine umstrittene Installation des US-amerikanischen Künstlers Paul McCarthy, die im Oktober 2014 auf der Place Vendôme in Paris stand, empörte die Bürger der französischen Hauptstadt. Und das war verständlich – inmitten der Stadt war ein 24 Meter hohes grünes Etwas zu sehen, das offiziell als Weihnachtsbaum beschrieben wurde, tatsächlich aber an einen riesengroßen grünen Analstöpsel erinnerte. Das Kunstwerk wurde von Vandalen gnadenlos zerstört. McCarthy selbst gab später zu, die Skulptur gerade in dieser Form eher als Spaß gedacht zu haben.
© AFP 2021 / BERTRAND GUAYDas Werk „Tree” des US-amerikanischen Künstlers Paul McCarthy, Paris, Frankreich (15.10.2014)
Das Werk „Tree” des US-amerikanischen Künstlers Paul McCarthy, Paris, Frankreich (15.10.2014) - SNA, 1920, 09.08.2021
Das Werk „Tree” des US-amerikanischen Künstlers Paul McCarthy, Paris, Frankreich (15.10.2014)

„Domestikator“, 2017

2017 nahm der Louvre in Paris von seinen Plänen Abstand, eine Skulptur des niederländischen Objektkünstlers Joep van Lieshout auszustellen. Der Grund dafür waren Befürchtungen, dass der sexuelle Kontext seiner Arbeit die Öffentlichkeit empören würde. Die zwölf Meter hohe Lego-ähnliche Figuren-Komposition unter dem Namen „Domestikator“ sah wie ein Mann aus, der mit einem vierbeinigen Wesen Geschlechtsverkehr hat. Van Lieshout bezeichnete die Entscheidung des Museums als heuchlerisch und erklärte, dass seine Arbeit nicht mit Sex als solchem ​​zu tun habe, sondern das Thema menschlicher Eingriffe in die Natur thematisiere.
CC BY-SA 4.0 / Marion Golsteijn / Wikimedia Commons (cropped)Kunstprojekt von Joep van Lieshout
Kunstprojekt von Joep van Lieshout - SNA, 1920, 09.08.2021
Kunstprojekt von Joep van Lieshout
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