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Frankreich: Antisemitisches Plakat bei Demo provoziert Skandal

© REUTERS / SARAH MEYSSONNIERGroßdemonstrationen gegen Corona-Regeln in Frankreich am 31. Juli
Großdemonstrationen gegen Corona-Regeln in Frankreich am 31. Juli - SNA, 1920, 09.08.2021
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In Frankreich hat ein antisemitisches Plakat während einer Demonstration gegen Gesundheitspässe für Aufsehen gesorgt. Das teilt die internationale Nachrichtenagentur AFP mit.
Das Foto, das eine Teilnehmerin der Proteste in der französischen Stadt Metz mit einem antisemitischen Plakat zeigt, hat zu einem Skandal geführt. Auf dem Plakat steht „Mais qui?“ („Aber wer?“) mit mehreren Nachnamen von berühmten Persönlichkeiten wie Präsident Emmanuel Macron, Finanzier George Soros, Gesundheitsminister Olivier Veran und anderen. Die Überschrift lautet „Traitres!!!“ (dt. „Verräter“).

„Dieses Plakat ist miserabel. Antisemitismus ist ein Verbrechen und keinesfalls eine Meinungsäußerung. Solche Äußerungen werden nicht ungestraft bleiben. Ich habe die Präfektur gebeten, auf der Grundlage des Artikels 40 die Staatsanwaltschaft in Kenntnis zu setzen. Die Polizeidienste wurden mobilisiert, um die Identität des Verbrechers festzustellen“, schrieb der französische Innenminister Gerald Dermanin am Sonntag auf Twitter.

Berichten zufolge wurde der Slogan von einigen Demonstranten gegen Covid-Maßnahmen in Frankreich verwendet, um Juden für die Pandemie und die Impfkampagne verantwortlich zu machen.
Denselben Hinweis enthielten die Aussagen des französischen Ex-Generals Dominique Delawarde in einem Interview für CNews.
Die Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus, die in Frankreich 1927 gegründet wurde und die sich dem Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus verschrieben hat, hat das Plakat entschieden verurteilt. Der Verurteilung schlossen sich die Staatssekretärin Genevieve Darrieussecq und der ehemalige Ministerpräsident Manuel Valls an.
„Manche scheinen also keine Lehren aus den Tragödien des 20. Jahrhunderts gezogen zu haben. Es ist entsetzlich und beunruhigend. Lasst uns gemeinsam gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung kämpfen. Jeden Tag, immer. Sodass die Justiz das nicht zulässt”, so Darrieussecq.
„Antisemitismus ist ein Verbrechen, keine Meinung. Er kehrt überall zurück und deutet, wie es oft passiert, auf das Schlimmste hin. Wir müssen ihn mit unerbittlicher Entschlossenheit bekämpfen, seine widerliche Komplizenschaft verfolgen. Der Staat, die Justiz und die Gesellschaft sollten das nicht zulassen“, schrieb Valls auf Twitter.
Großdemonstrationen gegen Corona-Regeln in Frankreich am 31. Juli - SNA, 1920, 31.07.2021
Pariser demonstrieren gegen Gesundheitspässe und Impfpflicht
Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen hatte Präsident Emmanuel Macron am 12. Juli eine Verschärfung der Corona-Regeln angekündigt, darunter Covid-Pässe sowie eine obligatorische Impfung für medizinisches Personal. Ab August soll Macron zufolge ein „pass sanitaire“ auch in Fernzügen, Bars, Restaurants, Einkaufszentren und Krankenhäusern verpflichtend sein.
Wie Regierungssprecher Gabriel Attale mitteilte, sollen Gesundheitspässe ab dem 9. August gelten.
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