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Waldbrandkatastrophe in Türkei: Hunderte Freiwillige im Einsatz

© AP Photo / IHAWaldbrände in der Türkei
Waldbrände in der Türkei - SNA, 1920, 08.08.2021
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Die Waldbrände in der Türkei wüten weiter und haben bereits mindestens 100.000 Hektar Land verwüstet. Vor diesem Hintergrund engagieren sich immer mehr Freiwillige, um die Feuer an der Mittelmeerküste des Landes einzudämmen. Die Helfer befeuchten qualmende Gehölze oder schneiden trockene Äste ab, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.
„Über uns sind mindestens 2000 Freiwillige in den betroffenen Gebieten“, sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde Afad der Deutschen Presse-Agentur. Unzählige andere, die auf eigene Faust in die Brandgebiete reisen, kämen hinzu.
Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unterstützen Helfende und Bewohner dieser Tage. An den Rändern der Straßen, die in die Berge führen, bauen sie Stände mit Essen und Getränken auf.
Waldbrände in Griechenland - SNA, 1920, 05.08.2021
Brände in Griechenland und Türkei: Steht das Schlimmste noch bevor?
Deniz Demirbas aus Yalova in der Nähe von Istanbul ist seit vier Tagen im Wald unterwegs. Über dem Wald schwebt ein Schleier von Qualm, an vielen Stellen kokelt es im Unterholz, einen Kilometer weiter entfernt steigt dichter Rauch auf, Löschhubschrauber entleeren fast im Minutentakt ihre Tanks darüber.

„Es ist doch unser Wald“

Er und viele weitere Freiwillige befeuchten mit Wasserspritzen alles im Wald, was qualmt, aber nicht brennt. Von Feuern müssen sich Freiwillige fernhalten, so die Anweisung der Feuerwehr. Andere schneiden mit Kettensägen trockene Äste ab, um die Ausbreitung des Feuers im Falle eines Brandes zu verlangsamen.
„Es ist doch unser Wald. Ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich jetzt zu Hause säße und nichts tun würde“, sagte Demirbas zur DPA.
Wo ihm und seiner Gruppe das Wasser ausgeht, versuchen sie, qualmende Stellen mit bloßen Händen zu löschen.
Seit Beginn der Brände vor mehr als zehn Tagen haben in der Türkei laut Experten bisher weit über 100.000 Hektar Land gebrannt. Neben Mugla in der Westtürkei war auch Antalya besonders stark von den Feuern betroffen. Die Behörden haben aber mittlerweile Entwarnung für die Region gegeben, alle Brände in Antalya seien unter Kontrolle.

Grüne fordern deutschen Einsatz

Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour hat wegen der Waldbrände Unterstützung aus Deutschland auch für die Türkei gefordert. „Die Türkei braucht dringend jede denkbare Hilfe im Kampf gegen die Flammen“, sagte Nouripour am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. „Dieser Hilfe dürfen politische Verwerfungen nicht im Wege stehen. Bei Naturkatastrophen darf es keine Hilfe nur für EU-Staaten geben. Ob Griechenland, Italien oder die Türkei: Alle betroffenen Staaten brauchen dringend unsere Solidarität.“
Das Bundesinnenministerium hatte am Samstag angekündigt, dass sich Feuerwehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie das Technische Hilfswerk darauf vorbereiten, sich zügig mit Einsatzfahrzeugen nach Griechenland zu begeben. Sie sollen dort die Waldbrandbekämpfung unterstützen. In Griechenland stehen große Teile der Insel Euböa und der Halbinsel Peloponnes in Flammen. In der Türkei waren zuletzt sechs Brände weiterhin außer Kontrolle.
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