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Berliner Nachtleben kehrt zurück – sieben Menschen landen in Quarantäne statt im Club

© AP Photo / Markus SchreiberEine Warteschlange vor einem Corona-Testzentrum in Berlin (17.12.2020)
Eine Warteschlange vor einem Corona-Testzentrum in Berlin (17.12.2020) - SNA, 1920, 08.08.2021
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Nach fast anderthalb Jahren Corona-Krise, die das Clubleben in Deutschland weitgehend zum Erliegen gebracht haben, durften die Clubs am Freitag im Rahmen der Pilotveranstaltung „Clubculture Reboot“ in Berlin wieder öffnen. Selbst die sieben positiv ausgefallenen Tests trübten den Gesamteindruck der zuständigen Behörden nicht.
Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne. So war es auch bei der Eröffnung der sechs Berliner Clubs im Rahmen des Pilotprojekts am Freitag, wo alle – Geimpfte, Genesene oder Ungeimpfte – vor dem Eintritt einen negativen PCR-Test vorweisen mussten. Auch da kam es aber zu sieben positiven Corona-Fällen – die Clubgäste mussten dann sofort in Quarantäne.
Nichtsdestotrotz zeigten sich die Organisatoren bereits ziemlich zuversichtlich und zogen eine vorläufige Bilanz anhand des ersten Tages der Veranstaltung.
„Die betroffenen Personen sind kontaktiert und in Quarantäne geschickt worden“, sagte Lutz Leichsenring von der Clubcommission am Samstagmittag. Leichsenring zeigte sich zufrieden mit dem Start: „Alle Sicherheitsmechanismen haben gegriffen.“
Insgesamt seien am Freitag rund 2200 PCR-Tests durchgeführt worden. Neben den 2000 Gästen wurden auch Künstler und Personal getestet, sagte Leichsenring.
In sechs Berliner Clubs, darunter auch das „Kitkat“, die „Renate“ und das „SO36“, darf an diesem Wochenende an zwei Nächten wieder getanzt werden – ohne Maske und Abstand, dafür aber mit negativem PCR-Testergebnis. Dabei soll nicht unterschieden werden, ob die Menschen schon geimpft sind.
Das Pilotprojekt „Reboot Clubculture“ soll der international gefeierten Berliner Clubszene nach 18 Monaten im Corona-Aus neue Perspektiven aufzeigen.
Die 2000 Tickets für das Projekt wurden innerhalb kürzester Zeit verkauft. Nach Angaben von Lutz Leichsenring waren die Partys am Freitagabend gut besucht. Voll wurde es allerdings erst später, auch weil die Besucher zum Teil noch auf ihr Ergebnis warten mussten, sagte Leichsenring.
Am „Metropol“ trafen um 22.00 Uhr die ersten Gäste ein. Drinnen zogen sich die Gäste erleichtert die Maske ab. Auch Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) zeigte sich „total happy“ über den Start des Projekts: „Clubkultur gehört zur DNA der Stadt“, so der Politiker.
Der Eingang zu Berlins legendärem KitKat-Club ziert am 2. Dezember 2020 ein Graffito mit der Aufschrift „Clubs sterben“. - SNA, 1920, 30.07.2021
Hä? Berliner Clubs dürfen wieder für Gäste öffnen – nur mit PCR-Test (selbst für Geimpfte)
Die Clubs hatten vor anderthalb Jahren schließen müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Mit #UnitedWeStream übertrugen Berliner Veranstaltungsstätten Musik von leeren Tanzflächen in viele Wohnzimmer. Mittlerweile darf in der Hauptstadt auf Außenflächen wieder getanzt werden – allerdings nur unter Einhaltung von Hygienevorschriften. Drinnen sind Tanzveranstaltungen bisher nicht erlaubt.
Jedoch bleiben einige Fragen offen: Eigentlich sollen die Pilotprojekte die Durchsetzbarkeit einer Strategie danach überprüfen, ob die PCR-Tests als eine Art Passierschein für die künftige Öffnung von Clubs funktionieren würden. Während für das Projekt diese Tests offenbar kostenlos angeboten werden, soll die Frage heißen: Wer wird für einen Clubbesuch danach einen PCR-Test bezahlen wollen? Ein PCR-Test für Menschen ohne Symptome kostet in Berlin ansonsten wenigstens 50 Euro, öfter liegt der Preis zwischen 60 und 80 Euro.
Auch wäre es mit Blick auf die bestehenden Freiheiten für Geimpfte und Genesene ein Novum, dass selbst sie einen PCR-Test machen müssen.
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