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Wegen mutmaßlicher Verschwörung gegen UN-Botschafter: Zwei myanmarische Bürger in USA verhaftet

© REUTERS / Denis BalibouseMyanmars Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Kyaw Moe Tun
Myanmars Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Kyaw Moe Tun  - SNA, 1920, 07.08.2021
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Die US-Behörden haben die Festnahme von zwei myanmarischen Bürgern bekannt gegeben, die einen Angriff auf den Ständigen Vertreter Myanmars bei den Vereinten Nationen geplant haben sollen. Dies geht aus einer Mitteilung der US-Staatsanwaltschaft hervor.
Bei den Verhafteten gehe es um den 28-Jährigen Phyo Hein Htut und den 20 Jahre alten Ye Hein Zaw, die separat angeklagt werden sollen. Die beiden seien Staatsbürger von Myanmar und hätten ihren Wohnsitz in New York.
Laut der US-Staatsanwältin des Südlichen Gerichtsbezirks des US-Bundesstaates New York, Audrey Strauss, sollen die Verdächtigen geplant haben, den UN-Botschafter Myanmars bei einem geplanten Anschlag auf einen ausländischen Beamten, der auf amerikanischem Boden stattfinden sollte, schwer zu verletzen oder zu töten.
Zu der Verschwörung sei es „spätestens oder gegen 5. August 2021“ gekommen, hieß es in der Mitteilung, die auf der Webseite des US-Justizministeriums am Freitag veröffentlicht wurde. Htut habe dabei mit einem Waffenhändler in Thailand kommuniziert, der Waffen an das Militär in Myanmar verkaufe. Nach ihrem Plan sollte Htut Angreifer anheuern, die den Botschafter verletzen und so zum Rücktritt von seinem Amt zwingen sollten. Der Waffenhändler habe vorgeschlagen, dass die angeheuerten Angreifer den Botschafter töten, falls er sich weigere, zurückzutreten.
Kurz nachdem er dem Plan zugestimmt hatte, überwies Zaw Htut über eine Geldtransfer-App etwa 4000 US-Dollar als Vorauszahlung für den geplanten Anschlag . Htut habe später in einem Telefongespräch darauf bestanden, dass die Angreifer weitere 1000 US-Dollar benötigen würden, um den Anschlag auszuführen, und, dass sie gegen eine zusätzliche Geldsumme den Botschafter „erledigen“ könnten. Zaw habe zugestimmt, die zusätzlichen 1000 US-Dollar zu zahlen und versprochen, die zusätzliche Geldsumme zu beschaffen.
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Myanmars Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Kyaw Moe Tun, hatte am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mitgeteilt, er sei bedroht worden. Die US-Behörden hätten seine Sicherheit verstärkt, hieß es.
In einer Rede vor der UN-Generalversammlung Ende Februar hatte Tun die internationale Gemeinschaft aufgefordert, „die stärkstmöglichen Maßnahmen“ zu treffen, um die Demokratie in Myanmar wiederherzustellen.
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Myanmars Militär, das die zivile Regierung des Landes gestürzt hatte, versuchte, Tun von seinem Posten zu entfernen. Die UN-Generalversammlung, die für die Akkreditierung von Diplomaten zuständig ist, ergriff jedoch keine Maßnahmen, um dieses Drängen des Militärs zu unterstützen.
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