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„Aus gekränktem Ehrgefühl“: Zwei Brüder töten ihre Schwester und transportieren Leiche mit Bahn

© REUTERS / Christian MangFestnahme in Berlin
Festnahme in Berlin  - SNA, 1920, 06.08.2021
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Zwei Männer sollen in Berlin ihre ältere Schwester, die zweifache Mutter ist, grausam ermordet und ihre Leiche noch am Tattag in ihrem Wohnort in Bayern vergraben haben. Ein Dorn im Auge soll ihnen das Leben der Frau gewesen sein, das ihren Moralvorstellungen widersprach. Das folgt aus der heute veröffentlichten Meldung der Berliner Polizei.
Bei den Tätern handelt es sich um einen 22-jährigen und einen 25-jährigen Mann afghanischer Herkunft. Sie sollen ihre Schwester am 13. Juli in Berlin vermeintlich „aus gekränktem Ehrgefühl“ getötet haben und befinden sich seit Mittwoch in Untersuchungshaft.
Laut den Polizeiangaben hatten die Männer die Leiche am Tattag in einem Koffer mit der Deutschen Bahn zum Wohnort des Opfers nach Bayern gebracht und dort vergraben. Erst nachdem die Frau zunächst als vermisst gemeldet worden war, wurde dahinter ein Tötungsverbrechen vermutet und man leitete die notwendigen Maßnahmen ein.
Die Auswertung von Videoaufnahmen der Überwachungskameras eines Berliner Fernbahnhofs, Funkzellenauswertungen, Zeugenaussagen und weitere Ermittlungserkenntnisse haben den Tatverdacht des Mordes gegen die beiden Brüder begründet.
Nach weiteren intensiven Ermittlungen fand die Mordkommission in der Nähe des Wohnortes des 25-Jährigen in Bayern eine Frauenleiche. Bei dieser handelt es sich vermutlich um die Schwester der Tatverdächtigen. Eine anstehende Obduktion wird noch die Identität, die Todesursache und Einzelheiten des Tathergangs klären.
Dem Haftbefehl zufolge sollen sich die beiden Tatverdächtigen gekränkt gefühlt haben, weil das Leben ihrer 34-jährigen geschiedenen Schwester „nicht ihren Moralvorstellungen entsprochen“ hatte.
Horst Seehofer und Armin Laschet (Archivbild) - SNA, 1920, 02.08.2021
Afghanistan
Laschet und Seehofer wollen weiter nach Afghanistan abschieben – SPD-Chef spricht von Populismus

Frage der Abschiebung immer noch offen

Das Thema der Abschiebungen von Straftätern nach Afghanistan kommt bei den deutschen Politikern immer wieder zur Sprache – eine Einigung wurde in dieser Sache aber bislang noch nicht erzielt.
Anfang Juni soll der deutsche Bundesaußenminister, Heiko Maas, Abschiebungen nach Afghanistan trotz der sich verschlechternden Sicherheitslage in der Region noch für zulässig gehalten haben. Etwas später hatte sich der FDP-Vorsitzende, Christian Lindner, gegen einen pauschalen Abschiebestopp nach Afghanistan wie folgt ausgesprochen:
„Gefährder und Straftäter dürfen sich bei uns nicht sicher fühlen, sie müssen aus Deutschland in ihr Heimatland abgeschoben werden”.
Anfang August hatten Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ihrerseits für weitere Abschiebungen von Straffälligen nach Afghanistan plädiert. Wie Seehofer zuletzt angekündigt hatte, verhandle Deutschland noch mit Afghanistan über die Fortsetzung der Abschiebungen von Kriminellen.
Abgeschoben werden ausschließlich männliche Straftäter und sogenannte Terrorgefährder.
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