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Schwarzen Studenten mit brutalem Taufritual getötet – belgische Verbindungsmitglieder vor Gericht

© AFP 2021 / Eric LalmandVater von Sanda Dia
Vater von Sanda Dia  - SNA, 1920, 06.08.2021
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18 Mitglieder einer belgischen Universitätsverbindung, die 2018 einen schwarzen Studenten im Zuge einer brutalen Initiation getötet haben, müssen sich nun vor Gericht verantworten. Zur Last gelegt werden ihnen Mord sowie das vorsätzliche Verabreichen von Schadstoffen mit Todesfolge. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur BBC News.
Der Vorfall ereignete sich an der belgischen katholischen Universität Leuven. Das Opfer war der 20-jährige Student Sanda Dia, der aus Westafrika stammte. Den Ermittlungen zufolge unterzog ihn eine Gruppe junger Menschen flämischer Herkunft im Rahmen eines Aufnahmerituals in die Studentenverbindung Reuzegom grausamer Folter.
Er war gezwungen worden, große Mengen Alkohol und Fischöl zu trinken und stundenlang in kaltem Wasser zu stehen. Als der Student krank wurde, brachten ihn Mitglieder der Burschenschaft ins Krankenhaus, wo er an Unterkühlung und Organversagen starb.
Der Fall wurde an ein Strafgericht übergeben, das die beteiligten Jugendlichen wegen Totschlags, der Verwendung von Schadstoffen, der Demütigung der Menschenwürde und der kriminellen Fahrlässigkeit angeklagte.
Staatsanwalt Sven Mary bezeichnete die Entscheidung des Gerichts am Donnerstag als „Entlastung für die Familie“.
„Es ist ein Jahr her, in dem die Verteidiger versucht haben, mit allen Mitteln Zeit zu gewinnen“, bestätigte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Menschen stehen hinter dem Tor mit der Aufschrift Arbeit macht frei im NS-Todeslager Sachsenhausen (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.08.2021
Ein 100 Jahre alter Wachmann des KZ Sachsenhausen wird vor Gericht stehen
Die Angeklagten, denen bei einer Verurteilung durch ein Strafgericht jeweils mehrere Jahre Haft drohen, haben nun 15 Tage Zeit, um gegen die Gerichtsentscheidung Berufung einzulegen.
Sollten sie dies tun, wird der Fall an das belgische Berufungsgericht weitergeleitet. Dort werden schon die Richter entscheiden, ob ausreichend Beweise für die Erhebung einer Strafanzeige vorliegen.
Der nächste Verfahrensschritt ist nun erst für das Frühjahr 2022 geplant, berichtet das belgische Magazin „The Brussels Times“.
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