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Persönliche Daten in Gefahr? Experte kritisiert neue Kinderschutz-Funktionen von Apple

© CC0 / lukgehr / PixabayiPhone 12 (Symbolbild)
iPhone 12 (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.08.2021
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Der US-amerikanische Hard- und Softwareentwickler Apple hat am Donnerstag den verbesserten Schutz von Kindern und Jugendlichen auf seinen Geräten mit neuen Funktionen verkündet. Der Chef der russischen Analyseagentur „Content Review“, Sergej Polownikow, sieht aber in dieser Entscheidung nicht nur gute Ziele.
Es wird laut Apple künftig die Möglichkeit geben, dass Eltern eine Warnmeldung erhalten, wenn ihr Kind in Apples Chatdienst iMessage Nacktfotos erhält oder verschickt. Die Nacktheit in den Bildern werde dabei von Software auf dem Gerät erkannt.
Eine weitere Neuerung, die im Herbst zunächst nur für US-Nutzer eingeführt wird, soll helfen, kinderpornografisches Material im Besitz der Nutzer zu identifizieren. Dabei werden Fotos auf den Geräten von Nutzern vor dem Hochladen in Apples Online-Speicherdienst iCloud mit einer Datenbank bereits bekannter kinderpornografischer Bilder abgeglichen.
Laut Polownikow versucht aber das Unternehmen mit diesen Neuerungen, auf Smartphone-Daten legal zuzugreifen.
„Es (Apple – Anm.d.Red.) möchte nicht nur die Fotos analysieren, die in die iCloud hochgeladen werden, sondern auch die Fotos, die auf Ihrem Telefon gespeichert sind ... und das Unternehmen hat die perfekte Erklärung gewählt:‚Wir kämpfen für die Rechte der Kinder‘“, behauptet Polownikow.
Ihm zufolge definiert dies „das Konzept des persönlichen Lebens und der persönlichen Daten und deren Schutz“ völlig neu. Sollte Apple das in die Tat umsetzen, dann werde der fehlende Schutz personenbezogener Daten gesetzlich verankert.
Jungen mit Handys (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.08.2021
Nacktfotos, sexueller Missbrauch: Apple kündigt neue Tools für besseren Kinderschutz an
„Jetzt wird auch gesetzlich verankert, dass Ihr Leben nicht mehr Ihnen gehört. Ein neuronales Netz beobachtet Sie, und es wird eine einzige Antwort auf alle Fragen des Benutzers geben: ‚Sie müssen uns vertrauen, wir werden Sie nicht täuschen, das ist alles gegen Pädophile‘“, fügte Polownikow hinzu.
Um Ihre Daten zu schützen, empfiehlt der Experte, „dafür zu sorgen, dass auf dem Smartphone nichts gespeichert wird, was nicht an einem öffentlichen Ort aufbewahrt werden sollte”.
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