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Kämpfer aus Tigray nehmen Unesco-Welterbestätte Lalibela ein – 250.000 Menschen auf der Flucht

© REUTERS / Flora BagenalUnesco-Welterbestätte Lalibela in Äthiopien
Unesco-Welterbestätte Lalibela in Äthiopien - SNA, 1920, 06.08.2021
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Kämpfer aus der äthiopischen Unruheregion Tigray haben die Unesco-Welterbestätte Lalibela, die für ihre aus dem zwölften Jahrhundert stammenden Felsenkirchen bekannt ist, erobert. Dies schilderten zwei Augenzeugen gegenüber der Agentur Reuters. Rund 250.000 Menschen mussten deswegen flüchten.
Laut Augenzeugen sind Kämpfer der Volksbefreiungsfront von Tigray TPLF (Tigray People's Liberation Front) am Donnerstag in die Stadt in der benachbarten Region Amhara einmarschiert und haben sie kampflos erobert.
Seyoum Mesfin (Archivfoto) - SNA, 1920, 13.01.2021
Ehemaliger Außenminister Äthiopiens von Regierungstruppen getötet - Bericht
Zunächst konnte die Agentur die Berichte über die Eroberung Lalibelas nicht überprüfen. Weder die äthiopische Regierung noch die Armee waren für eine Stellungnahme erreichbar.

Bürgerkrieg in Äthiopien

Der Krieg zwischen der TPLF in Tigray und den Truppen der Zentralregierung war Anfang November ausgebrochen. Ministerpräsident Abiy Ahmed hatte der TPLF vorgeworfen, einen bewaffneten Aufstand angezettelt zu haben. Nach etwa einem Monat erklärte die Regierung von Ahmed den Konflikt mit der TPLF für gewonnen.
Geflüchtete Anführer der TPLF hätten jedoch geschworen, von den Bergen der Region im Norden Äthiopiens aus weiter zu kämpfen.
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Zunächst konnten die Truppen der Zentralregierung die TPLF von der Macht in Tigray verdrängen. Ende Juni eroberte die TPLF Medienberichten zufolge die Regionalhauptstadt Mekelle zurück und hat seitdem weitere Geländegewinne erzielt.
Wie der Leiter der UN-Hilfen, Martin Griffiths, am Dienstag erklärte, haben die Kämpfe in Tigray im Norden des Landes auch auf die angrenzenden Regionen Amhara sowie Afar übergegriffen und dort zur Vertreibung von mehr als 200.000 Menschen geführt. Nach UN-Angaben sind in Tigray selbst rund 400.000 Menschen von einer Hungersnot bedroht. Rund 80 Prozent der Bevölkerung seien auf Nahrungsmittellieferungen angewiesen.
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