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Fall Timanowskaja: IOC entzieht zwei weißrussischen Trainern Olympia-Akkreditierung

© SNA / Wladimir Astapkowitsch / Zur BilddatenbankBelarussische Delegation bei den Olympischen Spielen in Tokio
Belarussische Delegation bei den Olympischen Spielen in Tokio - SNA, 1920, 06.08.2021
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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat laut einer entsprechenden Twitter-Mitteilung im Zusammenhang mit dem Fall der Sportlerin Kristina Timanowskaja zwei weißrussischen Trainern die Olympia-Akkreditierung entzogen.
„Im Interesse des Wohls von den Sportlern des Nationalen Olympischen Komitees Weißrusslands, die sich noch in Tokio befinden, sowie als provisorische Maßnahme“ hat das IOC den Trainern Artur Schumak (Schimak) und Juri Moissewitsch (Maisewitsch) die Akkreditierung entzogen.
Diese Entscheidung wurde demnach von einer IOC-Disziplinarkommission getroffen, um die Umstände um den Fall und die Rolle der Trainer aufzuklären.
„Sie wurden gebeten, sofort das olympische Dorf zu verlassen, und sie haben das getan“, heißt es weiter.
Sie werden demnach die Möglichkeit haben, sich zu äußern.
Die beiden Funktionäre sollen zuvor der Athletin Timanowskaja in Tokio mitgeteilt haben, dass sie wegen kritischer Äußerungen in den Sozialen Medien vorzeitig in ihre Heimat zurückkehren müsse.
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Der Sportlerin Kristina Timanowskaja, die nach Kritik an ihrem Verband wohl gegen ihren Willen aus Tokio ausgeflogen werden sollte, hatten mehrere Staaten Hilfe oder Asyl angeboten. Derzeit befindet sie sich in Polen, das ihr ein humanitäres Visum erteilt hat.

Hintergrund

Die Läuferin Kristina Timanowskaja hätte bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio eigentlich im 200-Meter-Sprint der Damen für ihr Heimatland Weißrussland antreten sollen.
Die Sportlerin schrieb auf Instagram, dass sie aber ohne Erklärung für den 400-Meter-Lauf aufgestellt worden sei. „Man hat beschlossen, alles hinter meinem Rücken zu machen“, schilderte sie. Die hochrangigen Personen sollten laut ihren Worten die Sportler respektieren und deren Meinung berücksichtigen.
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Medien berichten, dass Timanowskaja zuvor eine Instagram-Story gepostet hatte. Darin soll sie die belarussischen Funktionäre kritisiert haben, die sie ohne ihr Wissen für diese Distanz aufgestellt hätten. Der Grund: Der Verband habe nicht ausreichend Dopingkontrollen für die Sportlerinnen gewährleisten können, die für die 400-Meter-Staffel vorgesehen waren. Später soll das Video gelöscht worden sein.
Am 1. August hatte das belarussische NOK erklärt, dass Timanowskaja „aufgrund ihres emotionalen und psychischen Zustands“ nicht mehr an den Olympischen Spielen teilnehmen könne.
Die oppositionelle belarussische Athletenvertretung Belarusian Sport Solidarity Foundation teilte am 1. August via Telegram mit, dass Timanowskaja aus Tokio ausgeflogen werden solle. Am Flughafen Haneda verweigerte sie allerdings den Rückflug und wandte sich an die japanische Polizei.
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