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Verurteilte mutmaßliche Rechtsterroristin aus Franken legt Revision ein

© AFP 2021 / CHRISTOF STACHEDer Marienplatz in München
Der Marienplatz in München - SNA, 1920, 06.08.2021
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Nach ihrer Verurteilung zu sechs Jahren Haft hat eine mutmaßliche Rechtsterroristin aus Franken Revision eingelegt. Das teilte das Oberlandesgericht (OLG) München am Freitag auf Anfrage mit.
Die vor einer Woche als schuldig befundene und verurteilte mutmaßliche Rechtsterroristin aus Franken hat Revision eingelegt. Darüber berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Verweis auf das Oberlandesgericht (OLG) München am Freitag.
Das Urteil gegen die 55 Jahre alte Heilpraktikerin wurde am 30. Juli gefällt – es war jedoch nicht gleich rechtskräftig. Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München befand die Angeklagte der Bedrohung und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat für schuldig und verurteilte sie zu sechs Jahren Haft. Die mögliche Höchststrafe könnte zehn Jahre betragen.
Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Frau in den Jahren 2019 und 2020 aus einer rechtsextremen Gesinnung heraus Grußkarten mit Drohungen an Politiker und Vereine verschickt hatte. Zudem hatte sie sich laut Gericht mit Waffen und Materialien zum Bau einer Bombe eingedeckt.
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Begonnen hatten die Bedrohungen demnach im Dezember 2019. „Juden- und Ausländerfreund“ und „Erschossen auf der Terrasse“ schrieb sie damals in einem Brief an einen fränkischen Landrat, als Beileidskarte mit dem Zusatz „Wir kriegen Euch alle“. Der Betroffene habe dies zu Recht als Vergleich mit dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke vom Juni 2019 aufgefasst, sagte der Vorsitzende Richter.
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Laut der Beweiserhebung pflegte die Frau umfangreiche Kontakte zur rechten Szene, sie war auch Mitglied in der Kleinpartei Der III. Weg. Zudem freundete sie sich mit den Neonazis Ralf Wohlleben und André E. an, die als Helfer der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) verurteilt wurden.
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