Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Zeitung: Gratistests kosten Bund über drei Milliarden Euro

© SNA / Alexej Suchorukow / Zur BilddatenbankCorona-Test (Syblolbild)
Corona-Test (Syblolbild) - SNA, 1920, 05.08.2021
Abonnieren
Mehr als drei Milliarden Euro hat sich der Bund laut einem Zeitungsbericht in diesem Jahr die gratis angebotenen Corona-Schnelltests kosten lassen. Das Bundesgesundheitsministerium verwies auf Anfrage der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ auf Angaben des Bundesamts für Soziale Sicherung (BAS), wie die DPA berichtet.
Demnach waren die Abstrichnahmen und weitere Leistungen gemäß Testverordnung mit fast 1,75 Milliarden Euro der teuerste Posten. Für Leistungen der Labordiagnostik zahlte der Bund 782 Millionen Euro, an Sachkosten für die Antigen-Schnelltests (PoC-Verfahren) 1,084 Milliarden Euro. Tests in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Obdachlosenunterkünften kosteten demnach zusätzlich rund 74 Millionen Euro. In der Summe waren das knapp 3,7 Milliarden Euro.
Corona-Test am Flughafen München (Archiv) - SNA, 1920, 31.07.2021
Bundesregierung will kostenlose Corona-Tests abschaffen
Das Bundesgesundheitsministerium hatte für Mitte Oktober vorgeschlagen, die Kostenbefreiung bei den Tests künftig für all jene zu beenden, für die es eine Impfempfehlung gibt. Es wird davon ausgegangen, dass alle, die eine Impfung wollen, bis dahin vollen Impfschutz haben können. Weiterhin kostenfrei blieben die Tests für Kinder, solange es für sie keine Impfempfehlung gibt, und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht immunisiert werden können.
Beim Deutschen Städte- und Gemeindebund stieß die Anregung des Ministeriums auf Sympathie. „Die flächendeckenden kostenlosen Bürgertests für alle verschlingen große Summen an Steuergeldern, die besser in weitere Impfkampagnen investiert werden sollten“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem „Handelsblatt“. Wer die Impfung verweigere, treffe damit eine persönliche Entscheidung, deren Folge der Staat nicht automatisch ausfinanzieren müsse.
Grünen-Expertin Klein-Schmeink äußerte im selben Blatt Kritik an dem Vorstoß. Es fehle auch jede Aussage, wie das Fortbestehen der Testinfrastruktur gewährleistet werden soll, sagte sie. Sollte das Infektionsgeschehen im Herbst wieder zunehmen, wäre es nicht verantwortbar, Bürgertests künftig nur noch gut betuchten Menschen zur Verfügung zu stellen.
Eine Sprecherin der Bundesregierung betonte am Mittwoch laut dem „Handelsblatt“, man wolle keine Impfpflicht, auch nicht durch die Hintertür. Aber jeder habe die Möglichkeit, den Pandemieverlauf zu beeinflussen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала