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Aus Tokio mit Zwischenstopp in Wien: Weißrussische Sportlerin Timanowskaja nun in Polen

© REUTERS / TWITTER/@PavelLatushkaWeißussischer Oppositionspolitiker Pavel Latushka mit der weißrussischen Sprinterin Krystsina Tsimanouskaya in Warschau, Polen
Weißussischer Oppositionspolitiker Pavel Latushka mit der weißrussischen Sprinterin Krystsina Tsimanouskaya in Warschau, Polen - SNA, 1920, 05.08.2021
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Die weißrussische Sportlerin Kristina Timanowskaja ist nun in Polen, das Land hat ihr zuvor ein humanitäres Visum erteilt. Am Mittwochabend landete das Flugzeug mit der Athletin an Bord in Warschau.
„Kristina Timanowskaja ist sicher in Warschau gelandet“, twitterte der polnische Vize-Außenminister, Marcin Przydacz. Er bedankte sich bei allen diplomatischen und konsularischen Mitarbeitern, die die sichere Reise der Sportlerin fehlerfrei geplant hatten.
Der Staatssekretär im polnischen Außenministerium, Szymon Szynkowski vel Sęk, veröffnetlichte unter anderem Fotos, die Timanowskajas Ankunft zeigen:
„Polen zeigt weiter seine Solidarität und Unterstützung“, so Przydacz weiter.
Gegenüber Medien sagte er, dass Timanowskaja glücklich über ihren Aufenthalt in Warschau sei und nun auf ihren Ehemann warte.
Die oppositionelle belarussische Athletenvertretung Belarusian Sport Solidarity Foundation informierte via Instagram unter Berufung auf den Sprecher der polnischen Regierung, Piotr Muller, darüber, dass Polen auch Timanowskajas Ehemann, Arseni Sdanewitsch, ein humanitäres Visum gewährt haben soll. Sdanewitsch soll den Erhalt des Visums bestätigt haben. Derzeit befindet er sich nach seinen Worten in Kiew und teilt „aus eigenen Sicherheitsgründen“ nicht mit, wann er nach Polen reisen wird.
Zuvor war berichtet worden, dass Timanowskaja am Mittwoch vom Flughafen Tokio in Richtung Wien gestartet sei. In der österreichischen Hauptstadt hatte sie nur einen Zwischenstopp. AFP meldete unter Berufung auf ein Mitglied der belarussischen Community, dass Diplomaten ihre Flugroute aufgrund von Sicherheitsbedenken geändert hätten. Von Wien flog die Sprinterin mit einer Maschine der staatlichen polnischen Fluglinie LOT schließlich nach Warschau.
Ein Flugzeug mit Kristina Timanowskaja landet in Wien - SNA, 1920, 04.08.2021
Österreich
Nach Landung in Wien: Weißrussische Athletin Timanowskaja fliegt weiter nach Warschau
Der Sportlerin Kristina Timanowskaja, die nach Kritik an ihrem Verband wohl gegen ihren Willen aus Tokio ausgeflogen werden sollte, hatten mehrere Staaten Hilfe oder Asyl angeboten. Darunter waren Tschechien, Slowenien und Polen. Warschau erteilte ihr schließlich ein humanitäres Visum. Später äußerte sich auch der österreichische Außenminister, Alexander Schallenberg, dazu. Laut seinen Worten war Österreich bereit, Timanowskaja aufzunehmen.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) setzte eine Disziplinarkommission zur Aufklärung des Falls ein.

Timanowskaja bei Olympia

Die Läuferin Kristina Timanowskaja hätte bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio eigentlich im 200-Meter-Sprint der Damen für ihr Heimatland Weißrussland antreten sollen.
Timanowskaja schrieb auf Instagram, dass sie aber ohne Erklärungen für den 400-Meter-Lauf aufgestellt worden sei. „Man hat beschlossen, alles hinter meinem Rücken zu machen“, schilderte sie. Die hochrangigen Personen sollten laut ihren Worten die Sportler respektieren und deren Meinung berücksichtigen.
Kristina Timanowskaja (Archivbild) - SNA, 1920, 03.08.2021
IOC leitet Untersuchung zu Fall der Athletin Timanowskaja aus Weißrussland ein
Medien berichten, dass Timanowskaja zuvor eine Instagram-Story gepostet hatte. Darin soll sie die belarussischen Funktionäre kritisiert haben, die sie ohne ihr Wissen für diese Distanz aufgestellt hätten. Der Grund: Der Verband habe nicht ausreichend Dopingkontrollen für die Sportlerinnen gewährleisten können, die für die 400-Meter-Staffel vorgesehen waren. Später soll das Video gelöscht worden sein.
Am 1. August hatte das belarussische NOK erklärt, dass Timanowskaja „aufgrund ihres emotionalen und psychischen Zustands“ nicht mehr an den Olympischen Spielen teilnehmen könne.
Die weißrussische Leichtathletin Jana Maximowa (Archivbild) - SNA, 1920, 04.08.2021
Weitere Sportlerin aus Belarus plant keine Rückkehr in Heimat und will in Deutschland bleiben
Die oppositionelle belarussische Athletenvertretung Belarusian Sport Solidarity Foundation teilte am 1. August via Telegram mit, dass Timanowskaja aus Tokio ausgeflogen werden solle. Am Flughafen Haneda hatte sie allerdings den Rückflug verweigert und sich an die japanische Polizei gewendet.
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