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Gab sich als US-Soldat aus: Online-Liebhaber bringt Münchnerin um mehr als 100.000 Euro

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Geschäftsfrau (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.08.2021
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Eine 39-jährige Münchnerin ist von einem Mann, den sie über das Internet kennengelernt und nie gesehen hat, um mehr als 100.000 Euro betrogen worden. Das folgt aus einem Pressebericht der Polizei am Donnerstag.
Demnach gab sich der Mann als US-amerikanischer Soldat, der in Syrien stationiert ist, aus. Nach einer kurzen Kennenlernphase vertraute der vermeintliche Soldat der Frau an, dass er für seine Verdienste eine hohe Bargeldsumme sowie mehrere Goldbarren bekommen habe. Für die Verwahrung sollte sie 30 Prozent der Summe erhalten.
Dazu schickte er angeblich ein Paket mit den Wertgegenständen. Ihr sei zudem eine Trackingnummer geschickt worden, mittels derer sie feststellen konnte, dass das Paket in Frankreich sei und es Probleme bei der Zustellung gebe. Daraufhin wurde die Frau von einer vermeintlichen türkischen Firma darüber benachrichtigt, dass das Paket erst nach einer Zahlung in Höhe von 1500 Euro weitergeleitet werden könne.
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Binnen eines Monats wurde die Frau laut der Polizei immer wieder aufgefordert, Geld auf mehrere türkische Bankkonten zu überweisen. In diesem Zeitraum habe die 39-Jährige mehr als 100.000 Euro locker gemacht. Den Mann selbst habe sie nie gesehen.
Erst als die 39-Jährige kein Geld mehr hatte, kamen ihr Zweifel. Sie wandte sich an einen Rechtsanwalt und erstattete Anzeige. Eine Rückbuchung der Summe sei aber misslungen.

„Lovescam“

Bei dem Fall handelt es sich nach Polizeiangaben um sogenanntes „Lovescam“ (Partnervermittlungsbetrug). Dabei wird das Opfer in eine Affäre verwickelt und dann finanziell ausgebeutet. Oftmals erfolgt die Kontaktaufnahme über soziale Netzwerke.
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Eine Zeit lang täuschen unbekannte Täter den mutmaßlichen Opfern vor, dass sie eine Liebesbeziehung zu diesen aufbauen möchten. Dadurch entsteht bei den Geschädigten eine emotionale Bindung. Dann berichten die Täter von großen Vermögen, Geldgewinnen oder Ähnlichem, mit welchen ein gemeinsames Leben in der Zukunft finanziert werden soll. In der Folge wird vorgegeben, dass Probleme aufgetaucht sind, welche man nur durch Vorauszahlungen lösen kann.
Wird dennoch einmal bezahlt, folgt sofort die nächste Hiobsbotschaft und es wird eine neuerliche Überweisung gefordert. In der Tat existieren die „geliebten“ Personen in der von ihnen dargestellten Art gar nicht. Durch solche Affären wurden Geschädigte bereits um sehr hohe Beträge gebracht, die hauptsächlich in das Ausland überwiesen werden.
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