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Nachtnews: Kinoverband für Abschaffung der Testpflicht, Klima wird trotz Schutzmaßnahmen „krasser“

© CC0 / Free-PhotosWas in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 05.08.2021
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Kinoverband fordert Abschaffung der Testpflicht, Biontech an Börse nun mehr als 100 Milliarden Dollar wert, Zeitung: Ex-Offizier wegen Amtsanmaßung bei Fluthilfe angezeigt, Habeck: Klima wird trotz Schutzmaßnahmen „krasser“ werden, Biden gibt Kandidat für US-Botschafterposten in Polen bekannt
SNA präsentiert in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

Kinoverband fordert Abschaffung der Testpflicht

Einen Monat nach Öffnung vieler Kinos drängt die Branche auf veränderte Regelungen. In einem Brief appellieren mehrere Verbände an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs. „Wir müssen in Anbetracht der fortschreitenden Impfkampagne neue Regeln zum Umgang mit dem Virus finden“, heißt es in dem Schreiben, das unter anderem vom HDF Kino und Verleihverbänden getragen wird und aus dem die Deutsche Presse-Agentur (DPA) zitiert hat.
„Wir benötigen bundesweit einheitliche Verordnungen – ohne eine 3G-Regel“, heißt es in dem Schreiben. 3G bedeutet, dass Besucherinnen und Besucher Zutritt haben, wenn sie negativ auf das Coronavirus getestet, genesen oder geimpft sind. Das gilt etwa nach wie vor bei Kinobesuchen in Berlin, die Regelungen sind regional unterschiedlich.
Die Verbände sehen mit der Testregelung Nachteile fürs Geschäft. „Bundesländer mit einer 3G-Regel verzeichnen im Vergleich ein Besucherminus bis zu 50 Prozent“, heißt es in dem Schreiben.

Biontech an der Börse nun mehr als 100 Milliarden Dollar wert

Die Rally bei mRNA-Impfstoffaktien kennt weiter keine Grenzen. Die Papiere des deutschen Unternehmens Biontech schossen am Mittwoch in New York zeitweise um fast ein Viertel auf 433,90 Dollar in die Höhe und setzten ihre Rekordrally damit fort. Eine gute halbe Stunde vor Handelsende gewannen sie noch 14 Prozent auf gut 401 Dollar. Der Börsenwert beläuft sich damit auf mehr als 100 Milliarden Dollar (84,2 Mrd Euro). In wenigen Tagen will das Unternehmen Quartalszahlen veröffentlichen.
Wie die „New York Times“ in der Nacht auf Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet hatte, will die US-Gesundheitsbehörde FDA dem gemeinsam mit Pfizer vermarkteten Corona-Impfstoff noch im September die endgültige Zulassung erteilen. Bislang handelt es sich nur um eine Notfallzulassung.

Mexiko reicht in USA Klage gegen Waffenhersteller ein

Wegen des Gebrauchs geschmuggelter Waffen aus den USA durch kriminelle Gruppen in Mexiko hat die mexikanische Regierung mehrere Waffenhersteller und -händler in den Vereinigten Staaten verklagt. Sie reichte am Mittwoch eine Zivilklage bei einem US-Bundesgericht in der Stadt Boston ein, wie Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard in einer Pressekonferenz erklärte. Unter den elf darin genannten Unternehmen sind Hersteller wie Smith & Wesson und auch die österreichische Firma Glock. Mexiko fordere Entschädigung für die Folgen deren fahrlässiger Praktiken sowie verstärkte Kontrollen, sagte Ebrard. Eine Entschädigungssumme nannte er nicht.

Zeitung: Ex-Offizier wegen Amtsanmaßung bei Fluthilfe angezeigt

Wegen Amtsanmaßung und Missbrauchs von Titeln bei den Fluthilfeeinsätzen ist ein pensionierter Stabsoffizier der Bundeswehr laut einem Bericht der „Westfalenpost“ (Donnerstag) angezeigt worden. Die Anzeige habe der Verband der Reservisten erstattet. Der ehemalige Oberstleutnant des Kommandos Spezialkräfte habe sich nach der Flut im Raum Ahrweiler als „Führer Kommandozentrale und Stabsgruppe“ ausgegeben sowie einen „Befehl Nr. 1 zur Durchführung von Unterstützungsleistungen“ erteilt und im Internet veröffentlicht.
Laut der Zeitung hat der Verband außerdem ein Ausschlussverfahren gegen den früheren Offizier eingeleitet. Dieser habe vorgegeben, „er sei eine Einsatzkraft und habe Befehlsgewalt, und das geht nicht“, zitiert das Blatt den Präsidenten des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, der auch CDU-Bundestagsabgeordneter ist. Ihm zufolge sind der Ex-Oberstleutnant und sein Umfeld der sogenannten Reichsbürger-Szene zuzurechnen. Diese zweifelt die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland an.

Habeck: Klima wird trotz Schutzmaßnahmen „krasser“ werden

Trotz aller Maßnahmen zum Klimaschutz ist nach Einschätzung des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck nicht mit einem Ende der Wetterextreme zu rechnen. Dass sich das Wetter in absehbarer Zeit wieder zum Besseren verändere, werde „leider nie passieren“, sagte Habeck am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“. Selbst der gegenwärtige Zustand werde nicht zu halten sein. „Im Gegenteil: Es bleibt nicht so, es wird krasser werden.“ Das CO2 (Kohlendioxid) sei bereits ausgestoßen, es handele sich um träge Systeme, die Meere erwärmten sich langsam, erläuterte der Parteichef.
Es gehe einzig und allein darum, „dass die Erderwärmung so verlangsamt und so eingebremst wird, dass wir uns als Menschen anpassen können, dass wir in der Lage sind, unsere Städte, unser Leben so zu schützen, dass wir nicht katastrophale Zustände erleben“. Es werde in jedem Fall wärmer werden. „Es ist ausgeschlossen, dass es so bleibt, wie es ist. Dafür ist einfach schon zu viel passiert.“

Biden gibt Kandidat für US-Botschafterposten in Polen bekannt

US-Präsident Joe Biden will Mark Brzezinski, den Gründer einer Strategieberatung, auf den Posten des Botschafters in Polen berufen. Das Weiße Haus teilte am Mittwoch mit, er spreche neben Englisch auch Französisch und Polnisch. Brzezinski war unter dem früheren demokratischen Präsidenten Barack Obama von 2011 bis 2015 Botschafter in Schweden. Zuvor hatte er unter anderem für den damaligen Präsidenten Bill Clinton im Nationalen Sicherheitsrat gearbeitet. Dabei war er unter anderem als Direktor für Russland und Eurasien tätig. Biden muss die Nominierung nun an den Senat übermitteln. Die Parlamentskammer muss die Personalie bestätigen.
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