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Münchner Hauptbahnhof: Rollstuhlfahrerin vor Sturz auf Gleis gerettet

© AFP 2021 / CHRISTOF STACHEICE der Bahn (Symbolbild)
ICE der Bahn (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.08.2021
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Die blitzschnelle Reaktion eines Passanten hat eine Rollstuhlfahrerin am Münchner Hauptbahnhof im letzten Moment vor dem Sturz in ein Gleisbett bewahrt. Den bislang unbekannten Helden will jetzt die Polizei finden – und hat deshalb eine öffentliche Suche gestartet.
Ein Rad ihres Rollstuhls hatte sich zwischen dem Bahnsteig und einer haltenden S-Bahn verklemmt, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Als die S-Bahn abfuhr, wäre die 56-Jährige fast in die Tiefe gefallen. Die Rollstuhlfahrerin hatte zuvor mehrfach vergeblich versucht, rückwärts in den Zug zu kommen. Die S-Bahn sei beim Ausfahren aus dem Bahnhof in fast voller Länge an der feststeckenden Rollstuhlfahrerin entlanggeschrammt.
Ein junger Mann rannte geistesgegenwärtig zu der 56-Jährigen und ergriff den Handlauf des Rollstuhls in dem Moment, als sich der Zug vom Rollstuhl löste. Der Mann hielt den gekippten Rollstuhl samt Frau fest und verhinderte den Sturz auf das Gleis. Wenige Sekunden später kamen der Mitteilung zufolge weitere Passanten hinzu. Gemeinsam retteten sie die 56-Jährige zurück auf den Bahnsteig.
Die Frau aus Herrsching am Ammersee wurde mit blutenden Verletzungen und einem Schock in ein Krankenhaus eingeliefert. Da sie immer wieder gegen den vorbeifahrenden Zug gestoßen war, erlitt sie eine schwere Gehirnerschütterung und brach sich mehrere Rippen. Ihr Zustand sei aber soweit stabil, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.
Sowohl der Lokführer als auch die Bahnsteigaufsicht hätten den Vorfall offenbar nicht bemerkt. Beide mussten abgelöst werden. Die Bundespolizei nahm Ermittlungen wegen Gefährdung des Bahnverkehrs auf.

Bundespolizei München sucht jetzt nach Retter

Die Bundespolizei München sucht jetzt nach den Helden vom S-Bahn-Gleis: Insbesondere nach dem Mann, der als erster den Rollstuhl ergriff, wird gesucht. Er trug ein schwarzes, auffälliges, weißes T-Shirt mit „Gas Monkey“-Druck auf Vorder- wie Rückseite sowie eine schwarze, lange Hose und hellgraue leichte Schuhe. Das Gesicht des circa 25- bis 30-Jährigen war über Mund und Nase mit einer weißen FFP2-Maske bedeckt. Neben kurzen, dunkeln Haaren hatte er eine große Tätowierung am rechten Arm.
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