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Deutscher Kosakenataman von Dresden/ Sachsen besucht Obersten Kosakenataman von Russland

© SNA / Hans-Georg SchnaakDie Atamane Andrej Dazenko und Dietmar Görnemann (von links nach rechts).
Die Atamane Andrej Dazenko und Dietmar Görnemann (von links nach rechts). - SNA, 1920, 05.08.2021
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Jawohl, das gibt es, deutsche Kosaken, und zwar die „Große Brüderlichkeit der Kosakentruppen“ Zentraler Kosakentruppenverein in Deutschland e.V. („GBKT“ i.D.). Und einer von ihnen ist Dietmar Görnemann, Oberst der Kosaken und Ataman von Dresden/ Sachsen, der auch intensiv Kontakt zu den Kosaken in Russland anstrebt.
Und so erhielt Görnemann für Ende Juli dieses Jahres eine Einladung von Andrej Dazenko, ebenfalls Kosakenoberst und Oberster Ataman der Großen Bruderschaft der Kosakentruppen Russlands (MOO „VBKV“), für einen Besuch von Kosaken des Gebietes Rjasan, etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Das war nicht die erste persönliche Begegnung von Görnemann mit russischen Kosaken. Im Jahr 2019 hatten Bekannte ihn eingeladen, sie als Berichterstatter zu den Kosaken nach Salechard, ins Gebiet der Nenzen am nördlichen Polarkreis, zu begleiten.
Dazu sagt der Dresdner Kosake heute: „Kosak zu werden, war eigentlich nie ein Ziel von mir. Mir wurde hier die einmalige Chance geboten, ein Eckchen Russland zu bereisen. Und in mir war das Bedürfnis, mit russischen Menschen zu sprechen, sie zu erleben, ihr Leben vor Ort kennenzulernen, ihre Herzlichkeit zu erleben, einfach wieder da – die alte Neugier von damals, als es eine Zusammenarbeit mit sowjetischen Menschen in der DDR gab, und natürlich auch das äußere ‚Militärische‘ (alleine eine Uniform wieder)."
„Ich war 18 Jahre lang Angehöriger der NVA, beginnend vom Soldaten bis zum Dienstgrad eines Oberstleutnants.“
„Nach der Reise ins Nordpolargebiet hatte ich die Gelegenheit, historische Geschehnisse der Kosaken bei der Befreiung Europas von der Napoleonischen Herrschaft kennenzulernen, hatte die Möglichkeit die bisherige Arbeit der ,GBKT' i.D. e.V. kennenzulernen und habe Gleichgesinnte gefunden.
Dann kam der Wille, dass es nicht nur in Thüringen, wo seit dem Jahre 2009 ein Kosakenverein mit deutschen Mitgliedern und Spätaussiedlern aus ehemaligen GUS-Staaten in der Traditionspflege aktiv ist, sondern hier in Dresden/ Sachsen auch Menschen geben kann und muss, die sich mit der Historie der Kosaken befassen und diese hinterfragen – aus dem ,Spinner' 2020 wurden zwei, dann drei. Dann war das Ziel, die Staniza Dresden zu gründen, möglich, öffentlich aufzutreten und zu arbeiten, in die Historie in Dresden und Umgebung einzusteigen – als Kosake!“, erklärt Görnemann die Entstehung der noch kleinen Gruppe aus inzwischen zehn aktiven Mitgliedern. Die Staniza ist seit Februar 2021 offiziell registriert und Teil der „GBKT“ i.D. e.V., wie damit auch der russischen Großen Bruderschaft der Kosakentruppen innerhalb der Union der Kosaken-Krieger Russlands und des Auslands (SKVRiZ).
Dementsprechend ist Görnemann, wie er sagt mit einer gewissen inneren Aufregung, nun schon in offizieller Mission als Ataman und Kosakenoberst Ende Juli nach Russland gereist. Empfangen wurde er von dem Obersten Ataman der Großen Bruderschaft der Kosakentruppen Russlands, Andrej Dazenko, in Rjasan auf einem für die russischen Kosaken historisch bedeutenden freien Feld, auf dem bisher nur ein Gedenkstein auf einem Podest steht. An dieser Stelle hat im Jahr 1444 eine Schlacht gegen Prinz Mustafa, Sohn des letzten Khans der Goldenen Horde, stattgefunden. Im Zusammenhang mit dieser Schlacht wurde erstmals in der russischen Geschichtsschreibung die Teilnahme von Kosakeneinheiten direkt erwähnt. Gerade wegen dieser direkten Erwähnung ist dieser Ort für die russischen Kosaken so bedeutungsvoll. Den jetzt hier stehenden Gedenkstein haben die Kosaken vor etwa zwei Jahren aufgestellt. Zukünftig soll hier ein ganzes historisches Kosakendorf mit Unterkunfts- und Wirtschaftsgebäuden, Museum, Kirche usw. entstehen. Dafür gibt es schon ein Projekt.
© SNA / Hans-Georg Schnaak

Der Gedenkstein auf dem historischen Schlachtfeld.

Der Gedenkstein auf dem historischen Schlachtfeld. - SNA
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Der Gedenkstein auf dem historischen Schlachtfeld.

© SNA / Hans-Georg Schnaak

Kosaken des Gebietes Rjasan mit ihrem Priester, der Gast aus Deutschland Kosakenoberst Dietmar Görnemann (fünfter von links) und der Oberste Ataman von Russland Andrej Dazenko (achter von links).

Kosaken des Gebietes Rjasan mit ihrem Priester, der Gast aus Deutschland Kosakenoberst Dietmar Görnemann (fünfter von links) und der Oberste Ataman von Russland Andrej Dazenko (achter von links). - SNA
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Kosaken des Gebietes Rjasan mit ihrem Priester, der Gast aus Deutschland Kosakenoberst Dietmar Görnemann (fünfter von links) und der Oberste Ataman von Russland Andrej Dazenko (achter von links).

© SNA / Hans-Georg Schnaak

Ein Erinnerungsfoto im Kornfeld.

Ein Erinnerungsfoto im Kornfeld. - SNA
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Ein Erinnerungsfoto im Kornfeld.

© SNA / Hans-Georg Schnaak

Gemütliches Beisammensein an einem Flussufer.

Gemütliches Beisammensein an einem Flussufer. - SNA
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Gemütliches Beisammensein an einem Flussufer.

© SNA / Hans-Georg Schnaak

Kosakenoberst Görnemann mit seiner ihm gerade verliehenen Ehrenmedaille und der russische Oberste Ataman Dazenko.

Kosakenoberst Görnemann mit seiner ihm gerade verliehenen Ehrenmedaille und der russische Oberste Ataman Dazenko. - SNA
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Kosakenoberst Görnemann mit seiner ihm gerade verliehenen Ehrenmedaille und der russische Oberste Ataman Dazenko.

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Der Gedenkstein auf dem historischen Schlachtfeld.

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Kosaken des Gebietes Rjasan mit ihrem Priester, der Gast aus Deutschland Kosakenoberst Dietmar Görnemann (fünfter von links) und der Oberste Ataman von Russland Andrej Dazenko (achter von links).

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Ein Erinnerungsfoto im Kornfeld.

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Gemütliches Beisammensein an einem Flussufer.

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Kosakenoberst Görnemann mit seiner ihm gerade verliehenen Ehrenmedaille und der russische Oberste Ataman Dazenko.

Der eigentliche Anlass des Treffens der Rjasaner Kosaken, dem der Besuch des deutschen Atamans noch eine besondere Note gab, waren Personalentscheidungen der Kosaken im Gebiet Rjasan, die im September getroffen werden sollen. Hier war auch der russisch-orthodoxe Priester der Kosaken anwesend, denn, wie erläutert wurde, dürfen ohne Anwesenheit eines Priesters bei den Kosaken keine offiziellen Entscheidungen getroffen werden. Die russischen Kosaken sind sehr eng mit der orthodoxen Kirche verbunden. Wie der anwesende Priester sagte, ist diese enge Verbindung auf die frühere gemeinsame Todesgefahr für die Kosakenkämpfer und die kirchlichen Amtsträger im Falle eines Krieges zurückzuführen. Dafür, dass das mit der kirchlichen Verbindung bei den deutschen Kosaken nicht so ist, hat man hier Verständnis.
Nach der Beratung zu Personalfragen, die der deutsche Gast sehr interessant und aufschlussreich in ihrer direkten Offenheit fand, kam auch er zu Wort. Der Kosakenoberst aus Dresden überbrachte brüderliche Grüße des Atamans und aller deutschen Kosaken der „GBKT“ i.D. e.V., berichtete über die Entstehungsgeschichte und die Aktivitäten seiner Staniza.
Anschließend wurde er noch zu einem gemütlichen Beisammensein nach Kosakenart und Teetrinken an einem Flussufer eingeladen. Hier tauschten auch die russische und die deutsche Seite Ehrenmedaillen für besonders aktive Kosaken aus. Görnemann übergab der russischen Seite im Auftrag des Obersten Atamans der „GBKT“ i.D. einen Bericht über die Arbeit der Kosaken der „GBKT“ i.D im Jahre 2020 sowie kleine Geschenke und bekam selbst, für seine innerhalb kurzer Zeit erreichten Ergebnisse beim Voranbringen der Kosakenbewegung in Dresden/ Sachsen, eine russische Medaille für Kosaken, die einen bedeutenden Beitrag für die Wiederbelebung der Kosakentradition leisten, verliehen.
Zum Abschied lud Kosakenoberst Dazenko eine Abordnung der Kosaken der GBKT i.D. für Ende September zu einem erneuten Treffen an historischer Stätte ein. Jetzt hat Görnemann schon mit der Vorbereitung dieser Reise begonnen, denn in solchen Treffen sieht er nach seinen Worten auch Gelegenheiten zur Festigung von freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland.
Abschließend sagt er: „Seinerzeit habe ich schließlich selber enge Beziehungen im Rahmen der Deutsch-Sowjetischen Waffenbrüderschaft zur Sowjetarmee aufgebaut, erlebbare Beziehungen von Soldaten der NVA und der Sowjetarmee bis hin zu den Offizieren.“
Die Parade zum Tag des Sieges auf dem Roten Platz in Moskau - SNA, 1920, 09.05.2021
Die Parade zum Tag des Sieges auf dem Roten Platz in Moskau
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