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Cyberangriffe auf deutsche Wirtschaft: Schon fast jedes Unternehmen betroffen

© AP Photo / Wilfredo LeeHackerangriff (symbolbild)
Hackerangriff (symbolbild) - SNA, 1920, 05.08.2021
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Durch Cyberattacken entsteht in der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden von 223 Milliarden Euro, berichtet der Digitalverband Bitkom. Nach seinen Angaben waren in den Jahren 2020 und 2021 neun von zehn Unternehmen (88 Prozent) von Diebstahl, Spionage oder Sabotage betroffen. In den beiden Jahren davor waren es nur 75 Prozent gewesen.
Auch die Schadenssumme hat sich 2020/2021 im Vergleich zu 2018/2019 mit etwa 220 Milliarden Euro pro Jahr mehr als verdoppelt, wie eine aktuelle Studie des Digitalverbandes zeigt. Haupttreiber des enormen Anstiegs sind Erpressungsvorfälle, verbunden mit dem Ausfall von Informations- und Produktionssystemen sowie der Störung von Betriebsabläufen, so das Ergebnis der Studie, für die Bitkom mehr als 1000 Unternehmen quer durch alle Branchen befragt hat.
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Die Schäden durch die Ransomware-Angriffe haben sich im Vergleich zu den Vorjahren 2018/2019 mehr als vervierfacht. Aktuell sieht jedes zehnte Unternehmen (neun Prozent) seine geschäftliche Existenz durch Cyberattacken bedroht.
„Die Wucht, mit der Ransomware-Angriffe unsere Wirtschaft erschüttern, ist besorgniserregend und trifft Unternehmen aller Branchen und Größen“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg.
Verfassungsschutz-Vizepräsident Sinan Selen, der die Ergebnisse gemeinsam mit Berg vorstellte, erklärte: „Die aktuelle Bitkom-Studie macht deutlich, wie wichtig eine resiliente Wirtschaft für den Standort Deutschland ist. Die Corona-Pandemie hat die Notwendigkeit drastisch verstärkt. Nur durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Behörden können wir den Bedrohungen durch Sabotage und Spionage effektiv entgegentreten.“
59 Prozent der befragten Unternehmen, bei denen Homeoffice grundsätzlich möglich ist, gaben an, seit Beginn der Pandemie habe es IT-Sicherheitsvorfälle gegeben, die auf die Heimarbeit zurückzuführen seien. Achim Berg sagte dazu: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfach zum Arbeiten nach Hause zu schicken, genügt nicht. Ihre Geräte müssen gesichert, die Kommunikationskanäle zum Unternehmen geschützt und die Belegschaft für Gefahren sensibilisiert werden.
Als Reaktion auf die verschärfte Bedrohungslage haben die Unternehmen ihre Investitionen in IT-Sicherheit aufgestockt: 24 Prozent haben sie deutlich erhöht, 39 Prozent etwas. In 33 Prozent der Unternehmen sind die Ausgaben unverändert geblieben. Gemessen am gesamten IT-Budget sind die Aufwendungen für ein Mehr an Sicherheit aber weiter gering. Durchschnittlich sieben Prozent ihrer IT-Mittel setzen die Unternehmen für IT-Sicherheit ein.
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