Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Berliner Polizei prüft nach Demos gegen Corona-Politik Gewaltvorwürfe

© SNA / Benjamin GollmePolizei sperrt den Zugang vom Brandenburger Tor zur Straße des 17. Juni ab, um das Demonstrationsverbot gegen die Querdenken-Bewegung am 1. August 2021 durchzusetzen.
Polizei sperrt den Zugang vom Brandenburger Tor zur Straße des 17. Juni ab, um das Demonstrationsverbot gegen die Querdenken-Bewegung am 1. August 2021 durchzusetzen. - SNA, 1920, 05.08.2021
Abonnieren
Bei den Versammlungen trotz Verbot ist es am Wochenende in Berlin zwischen den Protestierenden gegen die Corona-Politik und den Polizisten zu Auseinandersetzungen gekommen. Die Polizei sieht sich dem Vorwurf übermäßiger Gewalt ausgesetzt.
Seit dem Wochenende sind Anzeigen „im mittleren zweistelligen Bereich“ eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag, nachdem die „Berliner Zeitung“ darüber berichtet hatte. Zu den Auseinandersetzungen zwischen den Polizisten und den Demonstranten sei es am Wochenende gekommen, nachdem die Polizei die Veranstaltungen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen verboten hatte.
Die Anzeigen würden momentan geprüft, sodass noch keine Aussage über die Zahl daraus resultierender Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte möglich sei. Auch die Prüfung mehrerer Videos wurde veranlasst, die im Internet kursieren. In einem Fall sei hier bereits ein Verfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt eingeleitet worden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Folterbeauftragter und Uni-Professor schalten sich ein

Unter anderem hatte der Uno-Sonderbeauftragte für Folter, Nils Melzer, auf Twitter ein Video von der Demo geteilt und um Hinweise dazu gebeten:
Auch ein Professor der Humboldt-Universität Berlin wurde zufällig Zeuge eines gewaltsamen Umgangs der Polizei mit einem Demonstranten und berichtete darüber auf seinem privaten Facebook-Account. Der Akademiker schrieb:
Dieser junge Mann ist gestern vor meiner Haustür von völlig enthemmten Polizeibeamten ohne Anlass auf die Straße geworfen worden. Zwei Polizisten saßen auf seinem Rücken, ein dritter hat ihm ununterbrochen mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Mann blutete stark, wurde dann von den brutalen Schlägern sehr unsanft verbunden und mit Handschellen abgeführt. Offenbar sollte er daran gehindert werden, mit anderen Demonstranten die Straße zu überqueren. Ich habe die Szene gefilmt.
Sollte jemand den jungen Mann kennen, oder sollte er diese Nachricht selbst lesen: Ich bin bereit, eine Zeugenaussage zu machen, damit diese Schläger ihrer gerechten Strafe zugeführt und aus dem Staatsdienst entlassen werden. In den Leitmedien erfährt man von solchen Übergriffen leider nichts. Was ich gesehen habe, ist beschämend, roh und abstoßend. Eines Rechtsstaats unwürdig.
In einem späteren Post schrieb der Hochschulprofessor, dass sich der junge Mann bei ihm gemeldet habe, sich die Vorwürfe erhärtet hätten und er Strafanzeige stellen werde.
Tausende bei „Querdenken“-Demo in Stuttgart - SNA, 1920, 30.07.2021
Nach Polizei-Verboten für Sonntag – „Querdenker“ reichen Eilantrag für kleinere Demo ein

Auch verletzte Polizisten

Trotz eines Verbots großer Demonstrationen, darunter auch die von „Querdenken 711“ aus Stuttgart, waren am Sonntag mehrere Tausend Menschen durch die Hauptstadt gezogen. Sie versammelten sich immer wieder in Gruppen in verschiedenen Teilen der Stadt, mehrfach kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Polizeikräften. Mehr als 60 Polizistinnen und Polizisten seien dabei zum Teil schwer verletzt worden, bilanzierte die Polizei am Montag und sprach von einer hohen Gewaltbereitschaft mancher Demonstranten. Mehr als 500 Ermittlungsverfahren gegen Teilnehmer der Proteste wurden eingeleitet.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала