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Mutmaßlicher Kriegsverbrecher aus Syrien in Berlin festgenommen

© CC0 / 4711018 / Pixabay Kriminalität (Symbolbild)
 Kriminalität (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.08.2021
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Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwoch wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen einen Mann in Berlin festnehmen und seine Wohnung durchsuchen lassen. Der Beschuldigte soll im Jahr 2014 in Damaskus aus einer Panzerabwehrwaffe eine Granate in eine Menschenmenge abgefeuert und dabei Personen getötet haben.
Mindestens sieben Menschen seien dabei den Angaben zufolge ums Leben gekommen. Mindestens drei Personen seien schwer verletzt worden – darunter ein sechsjähriges Kind. Bei den Opfern habe es sich um Zivilisten aus dem Stadtteil Al Yarmouk gehandelt, die auf die Ausgabe von Lebensmittelpaketen durch das „Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten“ gewartet hätten.
Der Beschuldigte Mouafak Al D. sei zum Zeitpunkt der Tat Mitglied der Gruppierung „Free Palestine Movement“ (FPM) gewesen. Zuvor habe der Syrer der „Volksfront zur Befreiung Palästinas Generalkommando“ angehört. Nach dem Beginn der Unruhen in Syrien, die später in einen Bürgerkrieg mündenden, hätten diese bewaffneten Milizen im Auftrag des syrischen Regimes Kontrolle über Al Yarmouk ausgeübt, führt die Bundesanwaltschaft aus.
Zwischen Juli 2013 und April 2015 habe das syrische Regime das aus einem palästinensischen Flüchtlingslager entstandene Stadtviertel vollständig abgeriegelt. In der Folge sei es unter den Bewohnern des Stadtteils zu einem Mangel an Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung gekommen. Bis 2018 blieb das Gebiet stark umkämpft.
Dem Mann werden Kriegsverbrechen, Mord in sieben Fällen und gefährliche Körperverletzung in drei Fällen vorgeworfen.
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Eine Sprecherin der Polizei in Berlin ergänzte der Deutschen Presse-Agentur zufolge, der Generalbundesanwalt habe das Landeskriminalamt Berlin (LKA) im Jahr 2020 mit den Ermittlungen in diesem Fall beauftragt. Ermittler des LKA hätten den Haftbefehl gegen den 54-jährigen beschuldigten Syrer am Mittwochmorgen in Berlin-Treptow vollstreckt.
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