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Menschenrechtler kritisieren israelische Armee nach Tod von elfjährigem Kind

© AP Photo / Majdi MohammedIsraelische Soldaten (Archivfoto)
Israelische Soldaten (Archivfoto) - SNA, 1920, 04.08.2021
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Die Menschenrechtsorganisation B'Tselem hat Vorwürfe gegen die israelische Armee wegen des Erschießens eines elfjährigen palästinensischen Jungen erhoben.
Die Soldaten hätten am vergangenen Mittwoch in der Nähe der Stadt Hebron im Westjordanland ohne ersichtlichen Grund auf ein Auto massiv geschossen, in dem der Vater und drei Kinder (fünf, neun und elf Jahre alt) fuhren. Das geht aus der Webseite der Organisation hervor.
Auf einem Video war zu sehen, wie sich ein Auto zunächst einer Gruppe von Soldaten nähert, dann aber rückwärts wegfährt. Dann rennen drei Soldaten auf das Auto zu und schießen mehrfach in Richtung des Fahrzeugs. Laut einem israelischen Militärsprecher schossen die Soldaten auf die Reifen des Autos, nachdem der Fahrer ihren Befehl zum Anhalten nicht befolgt hatte. Er verwies auch auf die laufende Untersuchung der Armee zu dem Vorfall.
Laut einer weiteren Erklärung der Armee hätten Soldaten zuvor in der Nähe eines militärischen Stützpunkts „verdächtige Aktivität“ beobachtet. Einige Männer seien aus einem Auto ausgestiegen und hätten im Boden gegraben. Bei einer Untersuchung hätten die Soldaten dort zwei Säcke gefunden, in einem davon lag die Leiche eines neugeborenen Babys. Kurz darauf hätten die Truppen das heranfahrende Fahrzeug gesehen und seien davon ausgegangen, es handele sich um dasselbe Auto wie zuvor.
Der elfjährige Junge sei laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen gestorben.
Wie die Zeitung „Haaretz“ schreibt, erlauben die Einsatzregeln der Armee das Beschießen eines Fahrzeugs im Westjordanland nur in lebensbedrohlichen Situationen oder nach einem Angriff auf einen israelischen Soldaten. „Weder der Bericht der israelischen Armee über den Vorfall noch die Version der Palästinenser scheinen den Kriterien für die Eröffnung des Feuers auf das Fahrzeug zu entsprechen, in dem Mohammed al-Alami erschossen wurde“, hieß es.
Palästinensische Medien berichteten zu dem Hergang, Anwohner hätten ein totgeborenes Baby auf einem Friedhof bei Hebron beigesetzt. Nach der Ausgrabung durch die Soldaten seien sie von den Behörden informiert worden, dass sie zurückkommen und das Kind erneut begraben sollten.
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